- 28.03.2010, 09:01:07
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"trend": ÖGB-Chef Foglar in Geldnöten
Der ÖGB-Zentrale fehlen rund 20 Millionen Euro. Wenn die Teilgewerkschaften nicht aushelfen, droht ein Schrumpfkurs.
Wien (OTS) - Im Krisenjahr 2007 verordnete sich die ÖGB-Zentrale
ein ambitioniertes Sparprogramm, das nun nicht eingehalten werden
kann, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe. Laut damaligem Finanzplan sollte die
Dachorganisation ihre Ausgaben von 51 Millionen Euro im Jahr 2007 auf
29 Millionen für 2010 reduzieren. "Tatsächlich liegen wir aber immer
noch bei 50 Millionen. Um auf die 29 Millionen zu kommen, müsste man
den ÖGB halbieren, und dann würde er massiv an Bedeutung verlieren",
sagt ein Insider zu "trend".
Dabei bilanziert der Gesamt-ÖGB durchaus positiv, wie ÖGB-Finanzchef
Clemens Schneider betont. Das Geld ist also da, die
Einzelgewerkschaften müssten es nur an die Dachorganisation
abliefern. Doch dabei zieren sie sich. Vor allem die
finanzkräftigeren Organisationen, das sind in erster Linie die beiden
Beamtengewerkschaften, fürchten, hier unverhältnismäßig hoch zur
Kasse gebeten zu werden.
Es geht allerdings nicht nur um eine Finanzspritze für das heurige
Jahr, sondern auch um einen neuen - realistischeren - Businessplan
bis 2013. Heftig diskutiert wird auch die künftige Aufgabenteilung
zwischen Teilgewerkschaften und Zentrale. Schneider: "Ob der ÖGB zehn
oder 50 Millionen braucht, hängt ja auch davon ab, ob künftig Dinge
wie die gemeinsame EDV oder die ÖGB-Printmedien aus diesem Topf
finanziert werden oder nicht." Die ÖGB-Zentrale, so Schneider, hätte
jedenfalls ihren Beitrag zur Strukturreform geleistet, indem die
Betreuungsregionen von 103 auf 53 beinahe halbiert worden seien.
Bei der jüngsten Vorstandsklausur Ende März wurde das heikle Thema
jetzt an den ÖGB-Finanzausschuss delegiert, der bis zum Sommer einen
Finanzierungsplan erarbeiten soll. Entscheiden wird dann der
ÖGB-Bundesvorstand im Oktober.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion, Tel.: (01) 534 70/3402
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