- 26.03.2010, 10:42:19
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FVMI: Treibstoffpreise in Österreich weiter unter EU-Schnitt - trotz europaweit steigender Tendenz
Wien (OTS) - In Österreich liegen die Treibstoffpreise unter dem
EU-Durchschnitt. Trotzdem wird regelmäßig vor Feiertagen eine
Spritpreisdiskussion losgetreten. Dabei versuchen sich insbesondere
die Autofahrerclubs mit wackeligen Preisvergleichen und inhaltsleeren
Zahlenspielereien gegenseitig zu übertrumpfen. Fakt ist allerdings,
dass die europäischen Produktenpreise für Benzin und Diesel seit
Mitte Februar massiv gestiegen sind. Dass die Gründe für diese seit
Wochen steigende Preisentwicklung vorauseilend bei den bevorstehenden
Osterfeiertagen zu suchen sind, muss aber zurückgewiesen werden.
Österreich kann jedoch im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten immer
noch deutlich günstigere Treibstoffpreise vorweisen als
beispielsweise Deutschland oder Italien. Wenn Autofahrer daher über
Ostern mit dem PKW insbesondere Richtung Westen verreisen, sollte sie
jedenfalls die Möglichkeit nutzen, im Inland vollzutanken.
Allen Verschwörungstheorien zum Trotz hat das
Wirtschaftsministerium erst am Freitag, den 26. März wieder einmal
festgestellt, dass Österreich bei den Spritpreisen unter dem
EU-Durchschnitt liegt. Eurosuper ist im österreichweiten Durchschnitt
an den Tankstellen um 12,6 Cent und Diesel um 4,2 Cent pro Liter
günstiger als im EU-Durchschnitt. "Dass die Preise für Benzin und
Diesel seit Jahren konstant unter dem EU-Durchschnitt liegen beweist,
dass sich die heimischen Spritpreise stets im internationalen
Gleichklang bewegen", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des
Fachverbandes der Mineralölindustrie.
Weltmarktanteil liegt bei 0,3 Prozent - harter Wettbewerb bei
rückläufigem Verbrauch
Österreich ist von der internationalen Marktentwicklung nicht
ausgenommen. In Sachen Mineralölverbrauch liegt der Anteil
Österreichs am Weltmarkt bei 0,3 Prozent. EU-weit sind es gerade
einmal 1,7 Prozent. Mit einem solchen geringen Anteil gibt es keine
Möglichkeit, das Marktgefüge in Europa beeinflussen zu können oder
sich von der internationalen Entwicklung am Produkten- und
Währungsmarkt abzukoppeln. Hinzu kommt in Österreich ein harter
Verdrängungswettbewerb unter den Tankstellenbetreibern bei
gleichzeitig stagnierenden bis rückläufigen Verbrauchsentwicklungen.
So bleibt den Unternehmen insgesamt nur wenig Gestaltungsmöglichkeit
bei den Treibstoffpreisen.
Langer Winter erhöht Nachfrage nach Mineralölprodukten
Mitverantwortlich für die Preisentwicklung am europäischen und
somit auch am österreichischen Treibstoffmarkt sind die
Beschaffungspreise für Benzin und Diesel, die auf den internationalen
Produktenmärkten seit Mitte Februar deutlich angestiegen sind, sowie
der gegenüber dem US-Dollar schwächer werdende Euro. Die Gründe dafür
liegen u.a. in der Nachfrage nach Mitteldestillaten (Diesel und
Heizöl) aufgrund des langen Winters und in dem damit verbundenen
Heizölbedarf sowie in der Erwartungshaltung, dass die Nachfrage bei
Benzin aufgrund der Driving Season in den USA ansteigen wird. "Die
Unternehmen müssen zu tagesaktuellen Preisen einkaufen und diese
Preissteigerungen auch weitergegeben, um kostendeckend arbeiten zu
können", so Capek abschließend.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Rückfragehinweis:
Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp Wien PR und Lobbying GmbH Franz Ramerstorfer Liechtensteinstraße 12/10, 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-27 Email: [email protected]
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