- 25.03.2010, 09:30:11
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Frühjahrsputz: Täglich rund 40 Verletzte
Rund 2.500 Menschen werden sich heuer bei der Hausarbeit im Frühjahr spitalsreif verletzen. Jeder zweite Verletzte zieht sich seine Blessuren bei einem Sturz zu.
Wien (OTS) - Die ersten Sonnenstrahlen bedeuten für viele, sich
einem gründlichen Frühjahrsputz in den eigenen vier Wänden zu widmen.
"Laut Prognose des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) werden
sich heuer in den Monaten März und April rund 2.500 Menschen in
Österreich so schwer bei der Hausarbeit verletzten, dass sie im
Spital behandelt werden müssen. Pro Tag sind das etwa 40 Verletzte,
die z.B. beim Fensterputzen, Aufwaschen oder Staubsaugen
verunfallen", sagt Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Forschung
im KfV.
Die Verletzungen beim Frühjahrsputz sind durchaus schwer: In den
vergangenen Jahren führte je ein Drittel der Unfälle zu
Knochenbrüchen, rund ein Viertel zu offenen Wunden. In etwa jeder
sechste Verletzte erlitt Sehnen- und Muskelverletzungen. "Die
Verletzungsgefahr von Haushaltstätigkeiten wird von den meisten
unterschätzt. Wichtig ist, nicht überstürzt an den Frühjahrsputz
heranzugehen, sondern sich ausreichend vorzubereiten und entsprechend
Zeit zu nehmen", rät Dunzendorfer.
Ablenkung und Stress als Unfallursache
Für viele sind Reinigungsarbeiten lästig und sollen schnell erledigt
werden. Ist man nicht ganz bei der Sache, kann es aber schnell zu
einem Unfall kommen. Mehr als ein Drittel der Verletzten zogen sich
aufgrund von Ablenkung Blessuren zu, ein Viertel gab als
Unfallursache Stress und Hektik an. Etwa jeder zehnte Verletzte ist
mit dem Putzen überfordert, z.B. wenn Tätigkeiten verrichtet werden,
die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen oder solche, die nur selten
notwendig und daher ungewohnt sind.
Hauptunfallart sind Stürze: Knapp jeder zweite Unfall bei der
Hausarbeit ist auf einen Sturz zurückzuführen, z.B. durch Ausrutschen
auf nassem Boden. Ein Frühjahrsputz-"Klassiker" ist auch der Sturz
von der Leiter beim Fensterputzen. "Jeder zehnte Verletzte stürzte
aus der Höhe. Um derartige Unfälle zu vermeiden, sollten zum
Fensterputzen und auch zum Reinigen hoher Möbel wie Kästen oder
Küchenzeilen Trittleitern verwendet werden. Auf akrobatische
Verrenkungen verzichtet man lieber und greift stattdessen zu
Teleskopstangen oder stellt die Leiter um", empfiehlt Dunzendorfer.
Viel zu oft werden ungeeignete Aufstiegshilfen wie rollende,
wackelige Sessel oder selbst gebaute Möbeltürme beim Hausputz
verwendet. Rutschfeste Schuhe sorgen hingegen für einen guten Stand
auf der Leiter.
Wien, 25. März 2010
Rückfragehinweis: Elisabeth Gerstendorfer, Bakk. phil., Kuratorium
für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit, Tel.:
05-77077-1906, E-Mail: [email protected], www.kfv.at
Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit
Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Tel.: 05 77 0 77-1906
mailto:[email protected]
www.kfv.at
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