• 24.03.2010, 11:40:01
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NEWS: Repräsentativ-Umfrage - knappe Mehrheit gegen Rauchverbot

Allein in Wien schon 3.197 Anzeigen nach dem Tabakgesetz

Wien (OTS) - 52 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher
sind gegen ein generelles Rauchverbot in Lokalen und Gaststätten -
das ergibt eine repräsentative OGM-Umfrage im Auftrag von NEWS, die
das Nachrichtenmagazin in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe
veröffentlicht. Immerhin 45 Prozent sprechen sich für eine radikales
Verbot aus, drei Prozent schwanken. Nur in der Gruppe der über
50-jährigen haben die Verfechter eines totalen Verbots mit 52 Prozent
einen leichten Überhang, bei den unter 30-jährigen sind 60 Prozent
gegen ein generelles Verbot.

Weitere brisante Zahlen zur Raucherdebatte: Auch wenn die
Übergangsfrist zum Tabakgesetz erst mit 1. Juli in Kraft tritt, sehen
sich die Behörden bereits jetzt mit einer Anzeigenflut aus der
Bevölkerung konfrontiert. Aus einem NEWS auszugsweise vorliegenden
Rohbericht des Gesundheitsministeriums mit dem Titel "Evaluierung der
Nichtraucherschutzbestimmungen" geht hervor: Allein in Wien wurden im
Vorjahr 3.197 Anzeigen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das
Tabakgesetz eingebracht. Davon entfielen 1.665 auf Wirte, der Rest
auf Shoppingmall-Besitzer, Lokalbetreiber in Einkaufszentren und
Privatpersonen. Signifikantes Detail: 543 der Wiener Anzeigen aus dem
Vorjahr sind "noch anhängig" - was heisst, dass sie noch nicht
behandelt werden konnten.

Stöger fordert mehr Anzeigen, höhere Zigarettenpreise und
droht Trafikanten

Dennoch fordert SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger die
Bevölkerung auf, ab 1. Juli im Bedarfsfall noch entschiedener gegen
Wirte vorzugehen: "Anzeige erstatten, und wenn das die BH nicht
innerhalb eines vernünftigen Zeitraums abstellt, erneut Anzeige
erstatten", rät der Ressortchef im NEWS-Interview. Zudem verschärft
Stöger den Kurs gegen Trafikanten, die an Jugendliche Zigaretten
verkaufen: "Ich garantiere, dass das für den Trafikanten höchst
gefährlich wird. Ich melde ihn der Monopolverwaltung." Und weiter:
"Wer so was tut, hat kein Recht mehr, eine Trafik zu führen." Auch
über eine Erhöhung der Zigarettenpreise um bis zu 55 Cent denkt
Stöger laut nach: "Zumindest vier Euro", antwortet er auf die Frage,
wieviel ein Päckchen Zigaretten zumindest kosten soll - die derzeit
billigsten Zigaretten kosten 3,45 Euro.

Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

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