• 24.03.2010, 08:25:16
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  • OTS0017 OTW0017

Zentralmatura - Vorbereitungen schwer unter Zeitverzug!

Schüler haben Recht auf optimale Vorbereitung und dürfen nicht zu Versuchskaninchen werden

Wien (OTS) - Besorgte Elternvereine fragen nach, wann mit der
Umstellung der Schulbücher für die Fächer, die gemäß der neuen Matura
zentral schriftlich abgeprüft werden sollen, zu rechnen sei. Ab
kommendem Schuljahr 2010/2011 treten jene Schüler, die erstmalig
komplett die neue Zentralmatura absolvieren sollen, in die Oberstufe.

Nach Recherche konnte erfahren werden, dass nicht einmal noch die
Lehrpläne - eine Vorraussetzung zur Anpassung der Schulbücher - für
die neue Zentralmatura adaptiert wurden. Ebenso ging die
erforderliche Leistungsbeurteilungsverordnung noch nicht in
Begutachtung.

Wann soll das alles geschehen? Wie will das Ministerium dies alles in
der noch verbleibenden Zeit umsetzen?

Diese verbleibende Zeit ist wahrlich mehr als knapp: als
unbedingtes Kernziel der flächendeckenden Durchführung der
Zentralmatura wurde seitens des BMUKK nämlich seit je her das
Sommersemester 2014 genannt - für den erforderlichen
Umstellungsaufwand eine enorme Vorgabe.

Warum diese Eile?

Bereits vor einem Jahr wurde seitens des Landesverbandes
katholischer Elternvereine Wiens darauf aufmerksam gemacht, dass
dieses Umsetzungsziel, schon zum damaligen Zeitpunkt, mehr als
unrealistisch ist. Die bisher einzigen Schulversuche zur
Zentralmatura gab es in den Gegenständen Englisch und Französisch.
Die Betroffenen berichteten reihenweise von ernsten Problemen.
Hauptkritikpunkte: technisch bedingte Unverständlichkeit der
Aufgabenstellungen sowie mangelnde Vorbereitung auf die (neuen?)
Ausbildungsschwerpunkte der Zentralmatura. Geschehen ist seit damals
nicht viel. Jetzt mit Gewalt und aus vielleicht falschem Ehrgeiz
heraus das Jahr 2014 bei der Umsetzung halten zu wollen hieße nichts
anderes, als die bekannten Problemstellungen zu ignorieren!

Österreich läuft bei Beibehaltung des derzeitigen Fahrplans für
die flächendeckende Zentralmatura ernsthaft Gefahr, das nach wie vor
hohe Maturaniveau zu verlieren. Der Universitätszugang im In- und
Ausland ist dadurch massiv gefährdet. Der Landesverband der
katholischen Elternvereine Wiens fordert daher eine Verschiebung der
Einführung der Zentralmatura um einen optimal vorbereiteten Übergang
- und unter höherer als der bisherigen Einbindung aller Schulpartner
- sicherzustellen.

Mag. Christian Hafner
Obmann des Landesverbandes Katholischer Elternvereine Wiens

Rückfragehinweis:
Landesverband Katholischer Elternvereine Wien
Hr. Mag. Christian Hafner; Tel.: +43 0664 89 03 953
Email: [email protected]; Homepage: www.hvkev.at/wien

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