• 23.03.2010, 10:22:32
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ÖAMTC AKADEMIE berechnet Transportwege für Ostermenü - einmal um die halbe Welt für Lammfleisch und Mineralwasser (+Grafik)

Mit Produkten aus Österreich spart der Osterhase 22.860 Kilometer und 2,7 Tonnen CO2

Wien (OTS) - Rechtzeitig vor dem Osterfest wollte die ÖAMTC
AKADEMIE wissen, wie umweltbewusst der Osterhase unterwegs ist. Dazu
wurden die Bestandteile eines typischen Ostersonntagessens auf
Transportkilometer hin überprüft. "Die Recherchen zeigen, dass das
Osterfest in Bezug aufs Essen sehr traditionell ist. Ob
Osterschinken, Eier oder Schokohase - bei allen Produkten ist
österreichische Ware erhältlich", erklärt Christine Zach,
Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE. Für heimische Produkte legt der
Osterhase rund 1.300 Kilometer zurück. Doch wer unbekümmert zugreift,
schickt den Osterhasen für Lammfleisch um die halbe Welt nach
Neuseeland. Noch mehr Vorsicht ist bei Mineralwasser geboten - auch
da stehen exotische Flaschen in den Regalen, die schon um die halbe
Welt gereist sind.

Für den Test hat die ÖAMTC AKADEMIE zwei Ostermenüs vorbereitet -
ein österreichisches, bei dem nur heimische Produkte serviert wurden,
und ein internationales. Das enthielt die gleichen Produkte,
allerdings kamen sie teilweise von weit her. Auf den Anreiseweg
überprüft wurden Schinken, Kren, Eier, Osterpinze, Schokohase,
Spinat, Lammfleisch und - extra als Stärkung für den Osterhasen -
Karotten. Für den heimischen Osterbrunch betrug der Transportweg für
alle Bestandteile insgesamt 1.280 Kilometer. Das ist etwa zweimal
quer durch Österreich, z. B. von Wien nach Bregenz und retour. Beim
internationalen Ostermenü kam das Lammfleisch aus Neuseeland, der
Schokohase aus Belgien und die Karotten aus Italien. "Das ergibt
24.140 Transportkilometer für alle Produkte. Das ist so viel wie
einmal um die halbe Welt. Mit dem Kauf heimischer Produkte spart der
Osterhase daher 22.860 Kilometer", rechnet die Geschäftsführerin der
ÖAMTC AKADEMIE vor. Würde der Osterhase diese Strecke mit einem VW
Golf zurücklegen, wären das rund 2,7 Tonnen CO2.

Mineralwasser aus Südafrika und von den Fidschi-Inseln

Während man also mit wenig Aufwand ein gesundes und
umweltfreundliches Ostersonntagsmenü auf den Tisch zaubern kann,
sollte man beim Griff zum Mineralwasser genau schauen. "Neben
heimischen Produkten haben wir in österreichischen Geschäften nicht
nur Mineralwasser aus anderen europäischen Ländern wie Slowenien,
Italien, Frankreich, Norwegen und Großbritannien gefunden. Man
bekommt in Österreich sogar Mineralwasser aus Südafrika und von den
Fidschi-Inseln - und das ist sozusagen am anderen Ende der Welt",
erklärt die Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE.

Beim Einkaufen auf Transportkilometer achten

Was für Osterbrunch und Mineralwasser gilt, sollte auch für andere
Einkäufe berücksichtigt werden. "Oft liegen im Supermarktregal Äpfel
und Birnen aus Südamerika oder Neuseeland neben heimischem Obst,
australischer Wein neben österreichischem. Der Unterschied in den
Transportwegen ist markant, beim Geschmack können österreichische
Produkte auf jeden Fall mithalten. In vielen Fällen, wie bei frischem
Obst, sind sie vom Gesundheitswert her sogar viel wertvoller
einzustufen. Wer nach dem Grundsatz 'saisonal und regional'
konsequent zu einheimischen Produkten greift, leistet einen
wertvollen Beitrag zu sinnvollem Umweltschutz", erklärt Zach. Die
Geschäftsführerin der ÖAMTC AKADEMIE appelliert an die Konsumenten,
beim Einkauf von Lebensmitteln generell das eigene Kaufverhalten zu
überdenken.

Die ÖAMTC AKADEMIE

Die ÖAMTC AKADEMIE ist die Zukunftswerkstätte des Clubs. Sie ist
ein eigenständiger, gemeinnütziger, wissenschaftlicher Verein für
Mobilitäts- und Umweltforschung und wurde 1991 vom ÖAMTC ins Leben
gerufen. Die Aufgabe der ÖAMTC AKADEMIE ist es, durch
wissenschaftliche Beiträge (u.a. nationale und internationale
Forschungsprojekte, Symposien, Publikationen) sozial wie ökologisch
verträgliche Mobilitäts-Lösungen zu erarbeiten. Ausgehend von einem
umfassenden Mobilitätsbegriff werden Güter- wie Personenverkehr,
individueller wie öffentlicher Verkehr, motorisierter wie nicht
motorisierter Verkehr gleichermaßen analysiert und diskutiert. Neben
einer nachhaltigen Bewusstseinsbildung ist das Ziel die direkte
Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse in praxistaugliche
Lösungen.

Nähere Informationen zur ÖAMTC AKADEMIE findet man unter
www.oeamtc.at/akademie .

Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafik zu dieser Aussendung ist unter www.oeamtc.at/presse
abrufbar.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Dagmar Halwachs, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:[email protected], http://www.oeamtc.at

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