- 23.03.2010, 09:54:43
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FPK-KO Kurt Scheuch fordert wiederholt die Einführung der Anzeigepflicht bei sexuellem Missbrauch und Gewalt
In Bayern wurde bei Bischofskonferenz Anzeigepflicht bereits beschlossen
Klagenfurt (OTS) - Während in der letzten Sitzung des Kärntner
Landtages die Einführung der Anzeigepflicht bei Verdachtsfällen von
sexuellen Missbrauch und Gewalt durch die ablehnende Haltung der
anderen Parteien nicht möglich war, sei dies in Bayerns Katholischer
Kirche bald Realität, teilte heute der Klubobmann der Freiheitlichen
in Kärnten, Ing. Kurt Scheuch, mit. "Wir werden nicht ruhen, bis auch
bei uns die Einsicht einkehr hält, alles für die Opfer zu tun", so
Scheuch, der wiederholt eine Anzeigepflicht einfordert.
Konkret verweist Scheuch darauf, dass bei einer 3-tägigen
Frühjahrsvollversammlung der Freisinger Bischofskonferenz einstimmig
beschlossen worden sei, vorbehaltlos mit der Justiz zusammenarbeiten
zu wollen und bei jedem Verdachtsfall von Missbrauch sofort die
Staatsanwaltschaft zu informieren sei. Bisher sei dies ja nach den
Kirchenrichtlinien nur bei "erhärtetem Verdacht" zwingend notwendig
gewesen. "Das wünschen wir uns auch von der Katholischen Kirche in
Österreich", so Scheuch.
Wie der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, der Münchner
Erzbischof Reinhard Marx, erklärte, schließt dieser Beschluss auch
die juristisch verjährten Fälle mit ein. "Wir können uns der Meinung,
dass eine moralische Verpflichtung nicht verjähren kann, nur
anschließen", erklärt Scheuch und verlangt auch wiederholt die rasche
Aufhebung der Verjährungsfrist. "Die Justizministerin soll rasch
handeln und nicht versuchen, diese Diskussion auszusitzen wie es
derzeit den Anschein hat. Das sind wir den Opfern schuldig", schließt
Kurt Scheuch.
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Landtagsklub
Landhaus
Klagenfurt
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