• 22.03.2010, 13:34:04
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WKÖ-Kallinger: Energieausweis muss selbstverständlich werden - Umdenkprozess notwendig

Handlungsbedarf: Nur 23% der Immobilienunternehmer erachten Energieausweis als geeignetes Marketinginstrument - Für 60% ist Immobilienpickerl wenig oder nicht bedeutend

Wien (OTS/PWK236) - "Der Energieausweis, zur energetischen
Bewertung von Gebäude, muss eine Selbstverständlichkeit werden",
forderte Winfried Kallinger, Sprecher der gewerblichen Bauträger des
Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) heute, Montag, vor
Medienvertretern: "Ähnlich wie beim Kühlschrank, den heute kein
Händler verkaufen kann, ohne dessen Energiekosten anzugeben, wird es
für die Immobilienbranche schwieriger werden auf den Energieausweis
als Marketinginstrument zu verzichten."

Darüber hinaus betonte Kallinger: "Energiesparen bei Gebäuden muss
eine partnerschaftliche Frage werden: Eigentümer haben Marktvorteile
wenn sie energieeffiziente Immobilien besitzen - Käufer oder Mieter
geben energieeffizienten Wohnungen oder Häusern den Vorrang, denn sie
sind bieten Sparpotenzielle und steigern den Wohnkomfort".

"Für rund zwei Drittel der Unternehmer ist die rechtliche
Verpflichtung, die seit 2008 besteht, Hauptgrund für die Umsetzung
des Energieausweises. Nur 23 Prozent erachten den Energieausweis
gegenwärtig als geeignetes Marketinginstrument", präsentierte Andreas
Oberhuber, Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft für Wohnen,
Bauen und Planen (FGW), die Studie zur Effizienz des
Energieausweises, die vom Fachverband der Immobilien- und
Vermögenstreuhänder und dem Institut für Energieausweis (IFEA) in
Auftrag gegeben wurde und von FGW und dem Forschungsinstitut für
Immobilienwirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien ausgearbeitet
wurde.

"Mehr als 60 Prozent der Unternehmer halten den Energieausweis für
wenig oder nicht bedeutend", merkt Oberhuber an, dass die
Sinnhaftigkeit des Energieausweises bei den Immobilienunternehmern
noch nicht anerkennt sei. Kallinger fügt hinzu: "Hier muss rasch ein
Umdenkprozess einsetzen."

Die Frage, ob eine Beauftragung von Energieausweisen für sämtliche
Objekte erfolgt ist, die der Vorlagepflicht unterliegen, wurde von
nahezu zwei Drittel der Unternehmen verneint. "Der Energieausweis ist
noch kein Zuckerbrot für die Unternehmer, sondern es braucht
weiterhin die rechtliche Peitsche, um den Energieausweis
flächendeckend umzusetzen", kommentierte Rechtsexperte Andreas
Vonkilch die Umfrageergebnisse und ergänzte: "Auch sind sich viele
Unternehmer nicht im Klaren, was die Konsequenzen durch den Verzicht
auf den Energieausweis sind. Hier gehen noch viele Unternehmen in die
Irre und es sind noch größere Überzeugungsarbeiten bei den Betrieben
notwendig". So erspare sich ein Unternehmer nicht die nachträgliche
Ausfertigung eines Energieausweises, wenn dies der Mieter oder Käufer
verlange.

Markus Preiner IfEA-Geschäftsführer, Institut für Energieausweis
GmbH sagte, dass sein Unternehmen bereits über 4.000 'Pickerl für
Immobilien' ausgestellt habe. "Der Energieausweis ist ein Instrument,
das Transparenz und Sicherheit garantiert. Er wird in Zukunft an
Wichtigkeit gewinnen, denn der Laie kann sich ein energieeffizientes
Wohnobjekt leicht aus dem Markt herauspicken". Der Energieausweis
könne auch in Hinblick auf eine Ökologisierung des Steuersystems
eine bedeutende Rolle spielen.

Die gesamte Umfrage ist unter wko.at/presse abrufbar. (AC)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Fachverband Immobilien- u. Vermögenstreuhänder 
   Ursula Pernica
   Tel.: +43(1)5222592
   E-Mail:   [email protected] 
   Homepage: www.wkimmo.at

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