• 21.03.2010, 11:23:23
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  • OTS0016 OTW0016

Caritas und Dachverband Hospiz: Sterbehilfe-Verbot in Verfassung verankern

Klasnic und Landau: Ja zur Hospizarbeit, Nein zur Euthanasie

Wien (OTS) - Eine Verankerung des Euthanasieverbots in der
Verfassung fordern Caritasdirektor Michael Landau und Waltraud
Klasnic, Präsidentin des Dachverbandes "Hospiz Österreich" von der
Bundesregierung anlässlich der kommenden Ministerratssitzung am
Dienstag. "Der Mensch soll an der Hand eines anderen Menschen sterben
und nicht durch die Hand eines anderen Menschen", erinnert
Caritasdirektor Michael Landau an die Worte Kardinal Königs. "Der
Umgang mit Menschen am Ende des Lebens ist entscheidend für das
menschliche Antlitz einer Gesellschaft. Deshalb fordern wir die
Bundesregierung auf, ein klares Zeichen für ein "Nein" zu Euthanasie
und ein klares "Ja" zu Hospizarbeit zu setzen. Wer aktive Sterbehilfe
nicht will, muss für optimale Sterbebegleitung Sorge tragen."

"Jeder Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben. Das schließt den
Anspruch auf Sterbebegleitung und bestmögliche Schmerzbehandlung mit
ein. Das Recht in Würde zu sterben und das Verbot von Tötung auf
Verlangen müssen endlich in der Bundesverfassung explizit verankert
werden", bekräftigt Klasnic. Schon 2001 hat der Nationalrat
einstimmig einen umfassenden Entschließungsantrag zum Thema
Hospizarbeit und Sterbebegleitung angenommen. Mit diesem
verbindlichen Rahmen sollte sichergestellt werden, dass es auch
künftig in Österreich keinen Raum für aktive Sterbehilfe geben soll.
"Ein in der Verfassung verankertes Verbot der Euthanasie wäre nicht
nur ein Wegweiser und ein Bekenntnis zum Leben, sondern auch ein
Signal über die Grenzen unseres Landes hinaus" , betonen Klasnic und
Landau. Aus Sicht der Caritas und des Dachverbands Hospiz Österreich
muss die öffentliche Hand hier ihre Verantwortung wahrnehmen und
zusätzlich für den raschen Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung
(mobil, teilstationär und stationär) - sowie für eine gesicherte
Finanzierung in diesen Bereichen sorgen.

Der Dachverband Hospiz Österreich vertritt über 200 Hospiz und
Palliative Care Einrichtungen in Österreich. Das Mobile Caritas
Hospiz ist seit über 20 Jahren für Menschen am Ende des Lebens im
Einsatz. Die Nachfrage nach den Hospizdiensten steigt kontinuierlich
an. Österreichweit werden rund 4.000 Betroffene jährlich von der
Caritas im Bereich Hospiz und Palliative Care betreut.

Rückfragehinweis:
Caritas der Erzdiözese Wien
Mag.(FH) Klaus Schwertner, Pressesprecher
Tel.: +43 (0)1/878 12-221 od. +43 (0)664/848 26 18
mailto:[email protected]
www.caritas-wien.at

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