- 21.03.2010, 05:00:14
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ÖSTERREICH berichtet über Sachverhaltsdarstellung in Olympia-Affäre: Von ÖOC-Geheimkonto wurden 3,7 Millionen Euro behoben
ÖSTERREICH: Für 2,1 Millionen keine Belege, mindestens 900.000 flossen in private Kanäle
Wien (OTS) - Wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer
Sonntag-Ausgabe berichtet, ging diese Woche eine
Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft ein, in der
angezeigt wird, dass von dem im Zuge der Überprüfung der
ÖOC-Geschäfte aufgedeckten "Geheimkonto" insgesamt 3,7 Millionen
Europa abgehoben wurden. Diese Entnahmen hatten im Zeitraum Jänner
2006 bis Anfang 2009 stattgefunden.
In ÖSTERREICH meldet sich ein Insider aus dem Umkreis des
"Österreichischen Olympischen Comité". Er behauptet: "Für die Zeit
vor 2006 gebe es keine Belege. Das Konto existiert seit 2001 und es
scheint in der Buchhaltung des ÖOC nicht auf, obwohl Sponsoren und
Regierung offiziell auf das Konto überwiesen haben."
Alle Abhebungen hätten der ausgeschiedene Ex-ÖOC-Generalsekretär
Heinz Jungwirth oder seine ehemalige Sekretärin getätigt. Der
Informant, der noch anonym bleiben möchte: "Rund ein Drittel der 3,7
Millionen auf dem Konto sind Barabhebungen. 2006 vor Olympia in Turin
wurden 150.000 Euro in Plastiksäcken behoben, dazwischen mehrfach
Beträge zwischen 30.000 und 70.000 Euro in bar, für Peking 180.000
Euro in bar."
Für 1,6 Millionen würde es Belege geben, für 2,1 Millionen nicht.
Der Insider: "Viele Rechnungen sind fingiert - wie die Rechnungen von
Jungwirths Tiroler Reisebüro. Dann gibt es Autokäufe und
Anschaffungen, die privat wirken. Ich würde vermuten, dass mindestens
900.000 Euro in private Kanäle geflossen sind."
Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
mailto:[email protected]
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