Graz/Wien (OTS) - "Ausgerechnet der ehemalige
Landwirtschaftsminister Josef Pröll schröpft als Finanzminister die
Bergbauern - und die Landwirtschaftskammer schaut zu", kritisiert der
steirische BZÖ-Abgeordnete und Mitglied im Landwirtschaftsausschuss
Dr. Wolfgang Spadiut eine vorgesehene Neuberechnung der Einheitswerte
ohne eine individuelle Bewertung der Flächen mit einzubeziehen.
Spadiut fordert von Pröll und Landwirtschaftsminister Berlakovich ein
vernünftiges System mit einem Stufenmodell, bei dem etwa steile
Bergweiden anders bewertet werden, als ebenes Ackerland.
Vor allem kleinere Landwirte bewirtschaften aufgrund des massiven
Bauernsterbens der vergangenen 20 Jahre die Flächen ehemaliger
Nachbarn mit und übernehmen damit eine unverzichtbare Aufgabe als
Landwirtschaftspfleger, erinnert Spadiut. Der Arbeitsaufwand pro
Fläche sei damit ungleich größer als bei Großbauern im Ostern
Österreichs.
Im Zuge der gesetzlich vorgeschrieben Neuberechnung des Einheitswerts
im agrarischen Bereich muss darauf Rücksicht genommen werden,
verlangt der BZÖ-Abgeordnete, denn höhere Einheitswerte bedeuten auch
höhere Abgaben. "Wenn Pröll und Berlakovich nicht zusammen mit der
Landwirtschaftskammer ein vernünftiges Modell entwickeln, werden
Bauern in höheren oder exponierten Lagen sowie mit Viehwirtschaft
ihre Landwirtschaft aufgeben müssen, weil die Belastungen höher sind
als die ohnedies schon sehr mageren Einkünfte", warnt Spadiut, der
als Tierarzt die Problematik jeden Tag sieht.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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OTS0016 2010-03-20/09:33
200933 Mär 10
BZC0001 0196