Bregenz (OTS/VLK) - Bei der gestrigen (Donnerstag)
Jahreshauptversammlung von Bio Vorarlberg forderte Landesrat Erich
Schwärzler ein Selbstbestimmungsrecht für jeden Nationalstaat, um zu
entscheiden, ob gentechnisch veränderte Organismen zugelassen oder
verboten werden. "Ich habe kein Verständnis für die Vorgangsweise der
EU, welche immer wieder Zulassungen von gentechnisch veränderten
Produkten oder Saatgut erteilt, wie zuletzt bei den Gen-Kartoffeln.
Es kann und darf nicht sein, dass die EU ihre Mitgliedstaaten zwingt,
gentechnisch veränderte Organismen auszusetzen oder anzusäen", sagte
Schwärzler.
Einmal mehr betonte der Agrarlandesrat, dass das Aussetzen oder
Aussäen von gentechnisch veränderten Organismen nach dem Gesetz über
Naturschutz und Landschaftsentwicklung in Vorarlberg verboten ist und
dass die heimische Landwirtschaft den Weg der gentechnikfreien
Produktion weiter ausbaut. Grund und Boden seien untrennbar
miteinander verbunden und gehören daher in Landeskompetenz.
Schwärzler: "Da die Vorarlberger Landwirtschaft die Gentechnik im
Anbau nicht braucht, ist es deshalb notwendig, dass das Land
Vorarlberg eigenberechtigt hierüber entscheidet, um den Konsumenten
auch im Jahr 2010 sichere, qualitativ hochwertige Lebensmittel aus
gentechnikfreiem Anbau bieten zu können. Ich erwarte mir, dass der
Konsument dies auch durch den bewussten Einkauf von Vorarlberger
Lebensmitteln entsprechend honoriert."
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