Salzburg (OTS) - "Das Zusammenleben zwischen ÖsterreicherInnen und
MigrantInnen kann nur besser funktionieren, wenn wir den Dialog
verstärken, aber auch sehr klar über die Spielregeln für alle reden",
sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des
heutigen Auftakts ihrer Dialogtour für ein besseres Zusammenleben
zwischen ÖsterreicherInnen und MigrantInnen. Sie wolle daher darüber
reden, was sie sich von MigrantInnen erwarte, damit das Zusammenleben
besser funktioniere.
"Mir geht es bei der Tour darum, aufzuzeigen, dass beide Seiten
Spielregeln einhalten müssen", so Heinisch-Hosek. Die Spielregeln an
die sich die MigrantInnen halten müssten, seien klar. "Da geht es
darum, dass die Frauen, die Männer und vor allem die Kinder schnell
Deutsch lernen. Das habe ich auch sehr deutlich ausgesprochen",
meinte die Ministerin. Gleichzeitig müssten aber die
ÖsterreicherInnen auch ihren Teil leisten, indem dafür gesorgt werde,
dass die Menschen schnell Deutsch lernen können. Da dürfen auch die
Gelder nicht gekürzt werden.
"Bei vielen bin ich da auf sehr großes Verständnis gestoßen, bei
anderen muss aber noch einiges an Überzeugungsarbeit geleistet
werden", sagte Heinisch-Hosek. So habe ihr eine Frau erzählt, dass
sie seit sieben Jahren in Österreich lebe und erst jetzt mit dem
Deutschlernen beginne. "Da war meine klare Antwort: Das ist zu spät
und das geht so nicht".
Bei der Dialogtour, die mit heutigem Tag starte und ein permanenter
Prozess sein solle, gehe es ihr darum, Vorbildprojekte für ein
besseres Zusammenleben kennenzulernen. Diese Projekte möchte sie in
ganz Österreich weitertragen, damit das was gut funktioniert auch in
anderen Bundesländern umgesetzt werden könne. Gerade in Salzburg habe
sie großartige Projekte kennengelernt. Der "Verein Viele" etwa biete
Deutschkurse auf verschiedenen Niveaus an und das Interesse werde
immer größer. Dieses Interesse gelte es zu fördern. Und das
"Kindergartenprojekt Rucksack" mache es möglich, dass Kinder und
Eltern Deutsch und ihre Muttersprache lernen. Solche Projekte gelte
es in ganz Österreich umzusetzen.
Die Dialog-Tour werde die Ministerin den kommenden Monaten in
Schulen, in Sportvereine, in Jugendeinrichtungen, in Deutschkurse für
MigrantInnen, in Mutter-Kind-Zentren und Familienberatungsstellen, in
Volkshochschulen und MigratInnenvereine, Kulturzentren, religiöse
Einrichtungen, in Einkaufszentren und auf Märkte führen. Und es
würden zahlreiche Treffen mit MeinungsbildnerInnen in den einzelnen
Communities und MultiplikatorInnen stattfinden.
"Mit der Dialogtour will ich auch ein Zeichen gegen die
Strache-Politik des gegeneinander Aufhetzens setzen", so
Heinisch-Hosek abschließend.
Rückfragehinweis:
Pressesprecherin der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
Mag. Dagmar Strobel
Tel.: (01) 531 15 - 2149
dagmar.strobel@bka.gv.at
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