• 19.03.2010, 12:42:21
  • /
  • OTS0194 OTW0194

Grüne Hernals: Verkehrskommission Hernals schafft Parkplatzprobleme künstlich

Verknappung des Parkraums soll Argumente für Tiefgaragenprojekt liefern

Wien (OTS) - "Was in den Nachbarbezirken Währing und Ottakring
kein Problem ist, erklärt die Verkehrskommission Hernals für
undurchführbar", wundert sich Bezirksrätin Iris Hajicsek von den
Grünen Hernals. Was ist geschehen: Die Grünen haben in Hernals den
Antrag eingebracht, im Bereich der 17. Bezirks die gehsteignahe
Fahrspur der derzeit vierspurig befahrbaren Gürtelstraße auf ihre
Tauglichkeit als zumindest temporäre Parkspur zu überprüfen. Diese
Nutzung ist wenige hundert Meter entfernt im 16. und 18. Bezirk seit
Jahren Praxis. Nachdem der Antrag erst von der Bezirksvertretung
abgelehnt wurde und auch eine Zuweisung zur Verkehrskommission keine
Zustimmung bekam, fand er sich überraschend wenige Tage später doch
auf der Tagesordnung der Verkehrskommission Hernals - nur um dort
abermals abgeschmettert zu werden. Die Argumentation dabei: der aus
der Hernalser Hauptstraße abbiegende Verkehr würde im Fall der
Umsetzung des Projekts mit den parkenden Autos kollidieren, daher
bestünde die Gefahr von Todesopfern und deshalb sei die Realisierung
zu gefährlich. "Die Verkehrskommission Hernals ist offensichtlich der
Überzeugung, dass im 17. Bezirk anders Auto gefahren wird als in den
anderen Wiener Bezirken, in denen man von solchen Problemen noch nie
etwas gehört hat", ärgert sich Paul Felder,
Verkehrskommissionsmitglied der Grünen, "durch diese Groteske wird
die als Argument für die Tiefgarage unter dem Schulhof des GRG17
verwendete Parkplatznot in dieser Gegend erst künstlich erzeugt."

"Statt monströser Bauprojekte zu Lasten von Schüler, Lehrer sowie
dem Baumbestand in einer dichtverbauten Gegend, die mit ungeheurem
Aufwand nach zwei Jahren 240 teure Tiefgaragen-Parkplätze zur
Verfügung stellen sollen, fordern die Grünen Hernals sofort und
dauerhaft wirksame niedrigschwellige Entlastungsmaßnahmen für den
Bezirk, wie etwa die Parkraumbewirtschaftung ("Parkpickerl") bis zur
Vorortelinie, die Optimierung der Nutzung vorhandener Garagenplätze
oder eben die Nutzung einer bei der gegebenen Verkehrsdichte
jedenfalls nicht rund um die Uhr erforderlichen Fahrspur als
Parkspur", ergänzt Hajicsek. "Diese grundvernünftige Politik in ihrer
Gesamtheit bringt dem Bezirk sofort tausende Parkplätze und dadurch
die Garagenlobby in Argumentationsnotstand. Daher wird sie - wie in
der letzten Bezirksvertretungssitzung - als 'Provokation' tituliert
und abgeblockt. Auf mittlere und lange Sicht ist ein derartiger
Lobbyismus in seiner ärgerlichen Durchschaubarkeit zu Lasten von
Bürgerinnen und Bürgern jedoch zum Scheitern verurteilt."

Rückfragehinweis:
Pressereferat
Tel.: Tel.: (++43-1) 4000 - 81766
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel