Wien (OTS) - Die Vorsitzende des Ausschusses für Forschung,
Innovation und Technologie und Forschungssprecherin der Grünen
Ruperta Lichtenecker begrüßt die Aussage der neuen
Wissenschaftsministerin Karl, bei der aktuellen Aussprache des
parlamentarischen Ausschusses für Forschung, Innovation und
Technologie am 18. März wonach die Bereiche Bildung und Forschung und
für Österreich immens wichtig sind. "Den Beteuerungen steht
allerdings die reale Politik der Regierungsparteien diametral
entgegen", so Lichtenecker.
Lichtenecker erinnerte ÖVP und SPÖ daran, dass sie entgegen früherer
Beteuerungen am 9. März angekündigt haben, auch bei Bildung,
Wissenschaft und Forschung starke Einschnitte zu machen. Das Budget
für Unterricht, Kunst und Kultur sollte demnach um 111,9 Mio. Euro
(-1,4 %), jenes für Wissenschaft und Forschung um 49,4 Mio. Euro
(-1,3 %) gekürzt werden. Lichtenecker fordert ein klares Plus für
Bildung und Forschung für das Jahr 2011. "Ich erwartet mir, dass sich
Ministerin Karl bei den Budgetverhandlungen ernsthaft und glaubwürdig
für Forschung und Entwicklung einsetzt und die geplante Budgetkürzung
keinesfalls hinnimmt und für ein klares Plus für Bildung und
Forschung kämpft. Andernfalls kommt es zu gravierenden Problemen bei
der Grundlagenforschung und der Ausbildung des wissenschaftlichen
Nachwuchses an den Unis. Natürlich hätte das dann auch negative
Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit der österreichischen
Unternehmen", so Lichtenecker weiter.
Anstatt die indirekte Forschungsförderung für alle Unternehmen
pauschal auf 12 Prozent auszuweiten, was bei gleichzeitigem Wegfall
der Forschungsfreibeträge rund 160 Mio. Euro pro Jahr kosten würde,
solle das Geld besser in die Grundlagenforschung investiert werden.
"Eine Anhebung der Forschungsprämie für kleinere und mittlere
innovative Jungunternehmen, ist eine denkbare Variante", erläutert
Lichtenecker und weiter: "Um Österreich zu einem der innovativsten
Länder Europas zu machen und damit zukunftsfähige Arbeitsplätze zu
schaffen, muss jetzt vor allem das Bildungssystem erneuert und die
Grundlagenforschung ausgebaut werden. Hier gilt es den Hebel
anzusetzen, damit sich Österreichs Betriebe mit ihren motivierten
MitarbeiterInnen auch in Zukunft am internationalen Markt behaupten
können."
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Die Grünen
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