OTS0140 / 19.03.2010 / 11:44 / Channel: Chronik / Aussender: Haus der Barmherzigkeit
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135 Jahre Haus der Barmherzigkeit - BILD

135 Jahre Haus der Barmherzigkeit = vergrößern

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BILD zu OTS - 135 Jahre Haus der Barmherzigkeit - V.l.n.r.: Fr. Varga (HB-Bewohnerin), Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Margit Fischer, Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn

  • Fotograf: Willi Denk
  • Fotocredit: Haus der Barmherzigkeit/APA-OTS/Denk
  • Ort: Österreich / Wien

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   Wien (OTS) - Das Haus der Barmherzigkeit (HB) feierte am 18. März
2010 sein 135-jähriges Bestehen. Im Festsaal des Haus der
Barmherzigkeit-Seeböckgasse wurden die Feierlichkeiten mit einer von
Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn zelebrierten Festmesse
eröffnet. Am Festakt nahmen neben vielen Ehrengästen auch
Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Bürgermeister Dr. Michael Häupl
sowie Niederösterreichs Soziallandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner
teil. Der Schriftsteller Michael Köhlmeier hielt eine berührende
Festrede. HB-Institutsdirektor Univ.-Prof. Gisinger präsentierte
Pläne für einen innovativen Pflege- und Schulcampus in der Währinger
Vinzenzgasse.

   Eröffnet wurden die Feierlichkeiten zum 135-Jahr-Jubiläum mit
einer Messe, die Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn mit
zahlreichen BewohnerInnen und MitarbeiterInnen des Haus der
Barmherzigkeit in der Kapelle des HB Seeböckgasse feierte. Kardinal
Schönborn und Bundespräsident Dr. Heinz Fischer trugen sich
anschließend in das Gästebuch des Haus der Barmherzigkeit ein. Sie
finden sich dort neben historischen Persönlichkeiten wie Kaiser Franz
Joseph, Kaiserin Elisabeth, den Bundespräsidenten Miklas,
Kirchschläger, Klestil sowie Kardinal König in prominenter
Gesellschaft. 

   Nach einem Rundgang durchs Haus, bei dem Kardinal und
Bundespräsident das Gespräch mit den BewohnerInnen suchten,
versammelten sich die rund 300 Gäste im Festsaal.
HB-Institutsdirektor Christoph Gisinger begrüßte seine Gäste,
darunter Fürstin Marie von und zu Liechtenstein, Bürgermeister
Michael Häupl, Gesundheitsminister Alois Stöger, Wr.
Landtagspräsidentin Marianne Klicka, Bildungsstadtrat Christian
Oxonitsch, NÖ-Soziallandesrätin Johanna Mikl-Leitner, ÖGB-
Vizepräsidentin Nationalratsabgeordnete Sabine Oberhauser,
Nationalratsabgeordneter Franz Riepl, Landtagsabgeordnete Ingrid
Korosec, Sonja Ramskogler, Karin Praniess-Kastner, Waltraut Antonov.
Weiters kamen: Die Bezirksvorsteher von Währing und Ottakring Karl
Homole und Franz Prokop, Tanzschul-Chef Thomas Schäfer-Elmayer,
Helmut Brandstätter, Patientenanwalt Konrad Brustbauer und
Caritas-Präsident Franz Küberl und Direktor Michael Landau.

Univ.-Prof. Dr. Christoph Gisinger: Pläne für Pflege- und Schulcampus
in Währing 

   Institutsdirektor Gisinger eröffnete den Festakt mit einer kurzen
Rückblende auf die bewältigten Herausforderungen der Vergangenheit.
Anschließend sprach er von den Erfolgen und ehrgeizigen Zielen des
gemeinnützigen Haus der Barmherzigkeit. So ist mit einer Verdoppelung
des Pflegebedarfs in den nächsten zwanzig Jahren zu rechnen. Das Haus
der Barmherzigkeit sieht es als seine Aufgabe, Strategien und
Konzepte zu entwickeln, um mehr Menschen dazu zu bringen, sich für
Betreuungs- und Pflegeberufe zu entscheiden. Für chronisch kranke
Menschen und Menschen mit Behinderung muss auch in Zukunft
Lebensqualität und menschenwürdiges Leben möglich und leistbar sein.
In diesem Sinne plant das Haus der Barmherzigkeit in der Vinzenzgasse
einen Pflege- und Schul-Campus zu verwirklichen. Das Projekt umfasst
eine Fachhochschule, eine dreijährige mittlere und eine fünfjährige
höhere Schule für Sozialberufe, weiters Kindergarten, Volks- und
Hauptschule (KMS), alle in direkter Verbindung mit einer neu zu
errichtenden Pflegeeinrichtung.

Erzbischof Dr. Christoph Kardinal Schönborn: Haus der Barmherzigkeit
ist ein wichtiges Symbol christlichen Handelns

   "Ich empfinde dieses Haus als gelungenes Beispiel für tätige
Nächstenliebe, die einen besonders wichtigen Teil des gelebten
Christentums darstellt", erklärte Kardinal Schönborn noch unter dem
Eindruck des Rundgangs. "Das aktive Wirken in der Öffentlichkeit und
hier das Annehmen um die Kranken und Verletzlichen unserer
Gesellschaft sind wichtige Symbole christlichen Handelns in unserer
Zeit." 

Bundespräsident Dr. Heinz Fischer: Haus der Barmherzigkeit hat
Langzeitpflege entscheidend mitgeprägt

   Bundespräsident Fischer strich in seinem Grußwort die historische
Bedeutung des Haus der Barmherzigkeit hervor: "Das Haus der
Barmherzigkeit ist in den 135 Jahren seit seiner Gründung 1875 einen
bemerkenswerten Weg gegangen. Ursprünglich durch das Engagement von
beherzten Privatpersonen gegründet, ist es heute ein gelungenes
Beispiel der Zusammenarbeit zwischen dem Staat und privaten
Initiativen. Beides wird in Zukunft noch stärker gebraucht werden als
heute."

Bürgermeister und Landeshauptmann Dr. Michael Häupl: Haus der
Barmherzigkeit ist uns allen ein Vorbild

   Bürgermeister Häupl betonte die Vorreiterrolle, die das Haus der
Barmherzigkeit in der Stadt Wien immer gespielt hat und auch in
Zukunft spielen wird: "Die Erfahrungen, die hier gemacht werden, sind
wichtig für die Weiterentwicklung ähnlicher Einrichtungen. Vieles
hätte ohne das HB nicht passieren können. Die gegenwärtigen und
zukünftigen Projekte des Haus der Barmherzigkeit reihten sich nahtlos
in diese Entwicklung ein und setzten weitere, wichtige Impulse im
Bereich der Pflege und Betreuung von alten Menschen und Menschen mit
Behinderungen."

Soziallandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner: Haus der Barmherzigkeit,
ein kompetenter Partner des Landes Niederösterreich

   Soziallandesrätin Mikl-Leitner schildert ihre ersten Eindrücke
beim Betreten des Hauses: "Menschlichkeit, Nächstenliebe, Altern in
Würde sind Werte, die hier gelebt, praktiziert und weitergegeben
werden. Diese Wärme spürt man sofort, wenn man hier herein kommt. Das
Haus der Barmherzigkeit ist ein Ort der Geborgenheit und
Lebensfreude, das für viele Menschen zu einem zweiten Zuhause
geworden ist. Vielen Dank für die langfristige, zuverlässige und
kompetente Partnerschaft mit dem Land Niederösterreich."

Michael Köhlmeier: Eigene Mutter erlebte Lebensfreude trotz Krankheit

   In seiner berührenden Festrede thematisierte Köhlmeier die
Lebensgeschichte seiner Mutter, die trotz schwerer Krankheit und
Leben mit Rollstuhl Lebensfreude und Hoffnung für sich, ihre Familie
und viele andere Menschen vorlebte. 

Festschrift

   Aus Anlass des Jubiläums erscheint eine Festschrift. Sie erzählt
die 135-jährige Geschichte der Institution, und gibt Ein- bzw.
Ausblicke in Gegenwart und Zukunft der erfolgreichen
Pflegeeinrichtung. Unter anderem wird das geplante Projekt
"Generationen-Campus" vorgestellt, das in Kooperation mit der Caritas
und der Schulstiftung der Erzdiözese Wien am Areal des HB-Stammhauses
in der Vinzenzgasse realisiert werden soll.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=38&dir=201003&e=20100318_b&a=event

   
Rückfragehinweis:

~
   Haus der Barmherzigkeit 
   Sabine Schmid 
   Seeböckgasse 30a, 1160 Wien 
   T +43 (0)1 401 99 1320 
   E sabine.schmid@hausderbarmherzigkeit.at  
   
   BSX Bader & Schmölzer GmbH
   Astrid Bader und Heidelinde Schweighofer
   Wichtelgasse 37/28, 1160 Wien
   T +43 (0)1 524 05 42 13
   E astrid.bader@bsx.at
   
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