Wien (OTS) - Am 18. März fand in Floridsdorf eine
Bürgerversammlung zum Thema "Verkehrskonzept Donaufeld" statt.
Zahlreiche Betroffene nutzten die Chance, sich zu informieren und
auch den aufgestauten Unmut los zu werden. "In den vergangenen Jahren
hat eine Summe an Fehlplanungen und Orientierungslosigkeit seitens
der Stadtplanung in Floridsdorf stattgefunden. Wohnbauten wurden ohne
begleitende Infrastrukturmaßnahmen gewidmet und gebaut, der Ausbau
des öffentlichen Verkehrs schmählich vernachlässigt und
Verkehrskonzepte sind bis dato nicht existent", bringt die Klubobfrau
der ÖVP Floridsdorf, Andrea Mayrhofer, die Kritik auf den Punkt.
Zwtl.: Möglichkeit einer sinnvollen Anbindung verabsäumt
Das Hauptthema des Abends war die Frage, ob der Satzingerweg an die
B3 angebunden werden soll und wenn ja, in welcher Form. Nach der
Meinung von Mayrhofer kommt diese Diskussion allerdings um Jahre zu
spät. "Die Anbindung wäre durchaus sinnvoll gewesen, hätte man die
Garagenausfahrten der dortigen Wohnprojekte allesamt auf den
Satzingerweg hinaus gebaut. Denn so hätte man den dort neu
entstandenen Verkehr über den Satzingerweg auf die B3 ableiten
können, was eine Entlastung aller Bewohner-/innen bedeutet hätte.
Dies hat man in der Planung jedoch verabsäumt."
Zwtl.: Verbindliche Grätzelbefragung
Offen blieb in den gestrigen Präsentationen der zuständigen
Dienststellen auch die Frage nach den Auswirkungen einer möglichen
Anbindung auf das untere Donaufeld und auf die Wohngebiete im
Bezirkszentrum. "Wir fordern eine solche Analyse, denn nur auf Basis
dieser Daten können weitere Planungen und Überlegungen angestellt
werden. Wenn das alles auf dem Tisch liegt müssen die Bürger-/innen
noch einmal umfassend informiert werden. Die Letztentscheidung über
eine etwaige Anbindung muss jedoch bei den betroffenen Menschen in
Form einer verbindlichen Grätzelbefragung liegen", so Mayrhofer. Und
weiter: "Jetzt kann die SPÖ beweisen, dass sie die Menschen wirklich
einbinden möchte, "Alibi-Volksbefragungen" werden wir hier im Bezirk
keine zulassen!"
Zwtl.: Öffentlichen Verkehr verbessern
Auch der öffentliche Verkehr im angesprochenen Gebiet muss rasch
verbessert werden. Die neue "Mickey Maus-Buslinie" 33A muss unbedingt
bis zum Zentrum Kagran geführt werden, denn nur dann ist sie für die
Bevölkerung auch von Nutzen. Zusätzlich soll die Linie 26 wieder auf
zwei Straßenbahnlinien aufgesplittet werden. "Mit dem 26er kann man
zum Preis eines Einzelfahrscheins zwar stundenlang ohne umzusteigen
unterwegs sein, aber die Floridsdorfer/innen brauchen nicht die
längste Straßenbahnlinie Wiens im Bezirk, sondern leistungsfähige
öffentliche Verkehrsmittel, die nicht ob der Länge der
Streckenführung extrem störungsanfällig sind", schließt die
VP-Klubobfrau.
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