• 19.03.2010, 11:27:11
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  • OTS0121 OTW0121

Betrugsprozess am Wiener Landesgericht

Wiener Linien fordern Rückerstattung der Schadenssumme

Wien (OTS) - Im Wiener Landesgericht finden heute die Einvernahmen
in einem Betrugsprozess statt. Vier bei den Wiener Linien tätig
gewesene Mitarbeiter sind angeklagt, im Rahmen der Materialbestellung
und -lagerung betrügerische Vorgänge getätigt und dadurch einen
Schaden in der Höhe von 140.000 Euro verursacht zu haben. Das
Controlling der Wiener Linien ist im September 2007 auf verdächtige
Vorgänge aufmerksam geworden, hat die vier Mitarbeiter angezeigt und
suspendiert und eine umfangreichen Neuordnung der Prozesse im
Materialmanagement eingeleitet.

Konkret wird den vier Angeklagten vorgeworfen in Absprache mit
einigen ebenfalls angeklagten Mitarbeitern einer Zulieferfirma
Bestellungen manipuliert zu haben. In mehreren Fällen soll nur ein
Teil des gesamten Bestellwertes geliefert worden sein, den Rest
sollen die Beschuldigten in bar untereinander aufgeteilt haben.

Nachdem die Wiener Linien diese Vorgänge selber aufgedeckt und zur
Anzeige gebracht haben, hat sich das Unternehmen auch als
Privatbeteiligte an den Strafprozess angeschlossen. Ziel ist die
Rückerstattung der Schadenssumme. Außerdem wurden die Vorgänge im
Bereich der Materialverwaltung auf Grundlage dieser Erfahrung
geändert. Durch diese Umstellung greifen Kontrollmechanismen jetzt
noch besser.

Ein Urteil wird für 25. März erwartet.

Rückfragehinweis:

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