OTS0061 / 19.03.2010 / 10:00 / Channel: Politik / Aussender: PID Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
Stichworte: Hunde / Kommunales / Polizei / Sicherheit / Tiere / Wien


Wiener Polizei und Veterinäramt kontrollieren Hundehaltung

Utl.: Sima/Frauenberger/Goldgruber: "Friedliches Miteinander zwischen Mensch und Hund in der Großstadt" =


   Wien (OTS) - Kommende Woche legt die Wiener Polizei mit
Unterstützung des Veterinäramtes der Stadt Wien wieder verstärktes
Augenmerk auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften in Sachen
Hundehaltung. Insbesondere wird die Leinen- bzw. Maulkorbpflicht,
aber auch das Chippen kontrolliert. Umweltstadträtin Ulli Sima,
Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger und Peter Goldgruber, Leiter
der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung der Wiener
Polizei, haben die Schwerpunkte der Kontrollen heute vorgestellt.
     Umweltstadträtin Sima und Tierschutzstadträtin Frauenberger
dankten der Wiener Polizei für die gute Zusammenarbeit: "Unser
gemeinsames Anliegen ist es, dass das Zusammenleben von Mensch und
Hund in Wien konfliktfrei abläuft. Klar ist, dass dazu gewisse Regeln
eingehalten und auch kontrolliert werden müssen", so Sima und
Frauenberger bei der heutigen Präsentation am Heldenplatz.
Zwtl.: Leinen- oder Maulkorbpflicht an öffentlichen Orten 
     In Wien müssen Hunde an öffentlichen Orten - das sind etwa
Straßen und Plätze, aber auch öffentlich zugängliche Teile von
Häusern, Höfen oder Lokalen - einen um den Fang geschlossenen
Maulkorb tragen oder an der Leine geführt werden. In öffentlich
zugänglichen Parks und auf gekennzeichneten Lagerwiesen müssen Hunde
immer an die Leine. Maulkorbpflicht herrscht an öffentlichen Orten,
wo "üblicherweise" viele Menschen anzutreffen sind, etwa in
öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants oder bei
Veranstaltungen.
Zwtl.: Auch Sauberkeitsspielregeln müssen eingehalten werden 
     Zum konfliktfreien Miteinander in der Großstadt gehört auch die
Einhaltung der Sauberkeitsspielregeln. "Wir haben das Angebot an die
Hundebesitzer enorm ausgebaut, es gibt mittlerweile 2.450
Sackerlautomaten in Wien, es gibt keine Ausreden mehr, die
Hinterlassenschaften der Vierbeiner nicht wegzuräumen", betont
Umweltstadträtin Ulli Sima. Kontrolliert wird dies von den Waste
Watchern, die bei Missachtung ein Organmandat von EUR 36,--
ausstellen oder auch Anzeigen bis zu EUR 1.000,-- erstatten können.
Im letzten Jahr gab es in Sachen Hundekot knapp 1.300 Amtshandlungen.
Zwtl.: Chippflicht seit 1. Jänner 2010
     Seit 1. Jänner 2010 müssen alle in Österreich gehaltenen Hunde
mit einem elektronisch ablesbaren Mikrochip gekennzeichnet sein.
     Diese neue Regelung bringt sowohl den HundebesitzerInnen als
auch den Tieren selbst große Vorteile. Denn mit dem Chip können
entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hunde schneller gefunden
werden. Damit wird großes Tierleid erspart. 
     Der Chip enthält eine 15-stellige unverwechselbare Nummer, die
in eine bundeseinheitliche Datenbank eingetragen werden muss. Die
Eintragung kann von der/dem behandelnden Tierärztin/Tierarzt
vorgenommen werden oder es können die Daten von der Behörde, in Wien
vom Veterinäramt, der Magistratsabteilung 60, eingetragen werden. 
     Welpen sind spätestens mit einem Alter von drei Monaten,
jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe zu chippen. Alle
HundehalterInnen müssen binnen eines Monats nach der Kennzeichnung,
nach der Einreise oder nach der Weitergabe des Hundes für die
Eintragung ihrer Daten und der des Hundes in die Datenbank Sorge
tragen. Das Einsetzen des Chips und das Ausstellen des EU-weiten
Heimtierausweises für das Tier besorgen alle praktischen
TierärztInnen. Der Mikrochip hält ein Leben lang und ist nicht
gesundheitsschädlich, das Einsetzen ist mit einer Impfung für das
Tier vergleichbar.
Zwtl.: Enormer Anstieg bei freiwilligem Hundeführschein
     Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger zeigte sich im Rahmen
der Präsentation der Schwerpunktkontrollen heute Freitag auch erfreut
über den enormen Anstieg bei der Absolvierung des freiwilligen
Hundeführscheins. Alleine im Februar haben 300 HundebesitzerInnen die
Prüfung abgelegt. Das sind fünfmal so viele, wie im
Monatsdurchschnitt des Vorjahres. Seit der Einführung im Jahr 2006
haben insgesamt 3.600 Wiener HundebesitzerInnen freiwillig die
Hundeführschein-Prüfung absolviert. Frauenberger: "Das zeigt sehr
deutlich, dass die Wiener HundehalterInnen ihrer Verantwortung sowohl
dem Tier als auch den MitbürgerInnen gegenüber in einem hohen Ausmaß
nachkommen. Wir wollen jedenfalls möglichst viele HundebesitzerInnen
motivieren, die Prüfung abzulegen. Denn die richtige Haltung und der
richtige Umgang mit Hunden will gelernt sein." Mit 1. Juli wird der
Führschein für Kampfhunde in Wien verpflichtend: "Wir wollen Ängste
und Gefahren minimieren. 
Zum einen wurde die große Bisskraft dieser Hunde und die
Bisshäufigkeit herangezogen. Zum anderen sind dies unter anderem auch
jene Hunde, über die es bei der Tierschutzombudsstelle häufig
Beschwerden gibt und die nach Unfällen verstärkt als auffällige und
aggressive Hunde in den Tierheimen landen", erläutert Sima. Diese
Hunde machen insgesamt knapp fünf Prozent aller in Wien gehaltenen
Hunde aus. Diese nicht einmal fünf Prozent sind allerdings für fast
25 Prozent aller Hundebisse verantwortlich", so Sima. Zusätzlich
führen Bisse dieser Hunde meist zu vergleichsweise schwerwiegenderen
Verletzungen.
Zwtl.: Im Vordergrund steht die Aufklärung
     Die Schwerpunktaktion soll den Wiener Hundehaltern die Regeln
wieder verstärkt in Erinnerung rufen. Erinnert werden soll dabei auch
an die 153 Hundeverbotszonen in Wien, das Hundeverbot auf
Spielplätzen, Friedhöfen, im gesamten Lainzer Tiergarten und auf den
Steinhofgründen. Daneben gibt es aber mehr als 120 Hundezonen mit
einer Gesamtfläche von 830.000 m2.
     Die Wiener Polizei setzt dabei auf den Grundsatz "Aufklärung
geht vor Strafe". "Hundehaltern, die sich trotz einer Abmahnung
punkto Leinen- oder Maulkorbpflicht als uneinsichtig erweisen, kann
aber auch ein Organmandat ins Haus stehen", erläutert Peter
Goldgruber von der Wiener Polizei abschließend. (Schluss)
Rückfragehinweis:
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   PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
   Mag. Anita Voraberger
   Mediensprecherin StRin Mag.a Ulli Sima
   Telefon: 01 4000-81353
   E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
   
   Gabriele Philipp
   Mediensprecherin StRin Sandra Frauenberger
   Telefon: 01 4000-81295
   E-Mail: gabriele.philipp@wien.gv.at
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