Wien (OTS) - "Die teuerste Fischart der Welt ist den massiven
Profit-Interessen der EU und Japans zum Opfer gefallen. Die letzte
Chance, den Roten Tun im Mittelmeer vor dem kommerziellen Aussterben
zu retten, wurde verpasst", kommentiert Greenpeace-Meeresexpertin
Antje Helms das für Umweltschützer enttäuschende
Abstimmunsgergebnisse zum Blauflossentun.
Damit wird es noch nicht einmal verbesserte Handelskontrollen für
diese vom Aussterben bedrohte Fischart geben, geschweige denn ein
internationales Handelsverbot. Beide Vorschläge - der Vorschlag
Monacos für ein internationales Handelsverbot sowie ein
Kompromissvorschlag der EU - wurden heute in einer überraschenden
Abstimmung abgelehnt. Libyen hatte zuvor beantragt, die Debatte
vorzeitig zu beenden und bereits heute abzustimmen, was vom
Plenum mehrheitlich angenommen worden ist.
"Wieder einmal wurde jeglicher 'Common Sense' über Bord geworfen:
Kurzfristiger Profit steht bei Politik und Industrie immer noch höher
im Kurs als langfristiger, schonender Umgang mit unseren
Meeres-Ressourcen. Ich hoffe sehr, es gibt zumindest genügend
Sushi-Konsumenten, die angesichts dieses Umweltskandals von sich aus
auf Blauflossen-Tunfisch verzichten", hofft Greenpeace-Sprecherin
Helms.
Rückfragehinweis:
Antje Helms, Greenpeace CEE; Tel.: 0664-2148952
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