• 18.03.2010, 13:43:38
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FFV-Wien: Unsere Kinder werden Opfer einer fragwürdigen Wirtschaftspolitik

Unfassbare Diskriminierung und Geringschätzung von erziehenden Eltern

Wien (OTS/fpd) - "Karenz ist kein Urlaub und Kinderbetreuung ist
definitiv Arbeit", so die Obfrau des Wiener Freiheitlichen
Familienverbandes, Birgit Ossberger in einer ersten Reaktion auf die
unfassbaren Darstellungen der Familienleistungen in einer von der
Arbeiterkammer beim Wirtschaftsforschungsinstitut in Auftrag gegeben
Studie, die gestern veröffentlicht wurde.

Die Schlussfolgerungen der Studienmacherin, Frau Schratzenstaller
(Wifo), wonach langfristige Geldleistungen an die Familien - gemeint
ist die Langvariante des Kinderbetreuungsgeldes bis zu drei Jahren -
die Inaktivität von Frauen fördern und die fehlende
Unter-Drei-Jährigen-Fremdbetreuung die Frauen dazu zwingen würde bei
ihren Kinder zu bleiben, seien schlichtweg skandalös und entbehren
jeglicher Grundlage.

Die in zahlreichen Umfragen bewiesene Tatsache, dass fast 90 Prozent
der Mütter die vollen drei Jahre bei ihren Kindern zu Hause bleiben
wollen, müsse endlich akzeptiert werden. Das heißt, die Politik müsse
die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Familie wieder leistbar
wird. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeute für die meisten
Österreicherinnen nicht die Steigerung der Beschäftigung in der
Arbeitswelt, sondern die Freiheit sich ohne finanzielle Zwänge und
ohne Angst nach der Karenzzeit keine adäquate Arbeitsstelle zu
bekommen, zwischen einer Tätigkeit innerhalb oder außerhalb der
Familie entscheiden zu können.

Es werde endlich Zeit die familiären Leistungen, die die Zukunft
unserer nächsten Generation sichern, entsprechend zu honorieren und
das öffentliche Bild der Familien wieder zu verbessern. Das Modell
der "Kindesweglege-Politik", welches diese Studie gutheißt, gehe
dabei in eine völlig falsche Richtung, werde die katastrophale
Geburtenrate nicht steigern und diskriminiere erziehende Eltern
massiv, so Ossberger.

Durch diese Studie werde aber klar, wohin der familienpolitische Zug
fährt. Die Bedürfnisse von Familien und das Wohl unserer Kinder
werden ausschließlich wirtschaftspolitischen Zielsetzungen geopfert.
Das Erreichen des sogenannten Barcelona-Ziels beabsichtigt einzig und
allein das Erreichen europäischer Wirtschaftskennzahlen. Die immer
schlechter werdende Situation von österreichischen Familien sei den
EU-Ökonomen und leider auch den verantwortlichen heimischen
Politikern offensichtlich kein Anliegen, kritisiert Ossberger
abschließend. (Schluss) hn

Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

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