- 18.03.2010, 12:25:03
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Karas: Griechenland bettelt nicht um Geld
Karas trifft Griechenlands Premier George Papandreou
Brüssel, 18. März 2010 (OTS) "Griechenland bettelt nicht um Geld,
sondern bittet um politischen Rückhalt. Das hat der griechische
Premier Papandreou heute glaubhaft vermittelt. Griechenland ist fest
entschlossen seine Hausaufgaben zu erfüllen und die europäischen
Regeln einzuhalten", begrüßt Othmar Karas als EVP-Sprecher des
Sonderausschuss zur Finanz- und Wirtschaftskrise das heutige Treffen
mit dem griechischen Premier George Papandreou im Ausschuss des
Europäischen Parlaments in Brüssel. ****
Der Fall Griechenland habe Lücken im Aufsichts- und
Kontrollsystem und bei den europäischen Solidarmaßnahmen aufgezeigt.
"Auch bestehende Sanktionsmöglichkeiten müssen deshalb überdacht
werden. Aber weder Strafzahlungen noch ein Ausschluss aus der
Eurozone, wie von der deutschen Kanzlerin Merkel vorgeschlagen, sind
zufriedenstellende Lösungen", spricht sich Karas strikt gegen die
jüngsten Vorschläge aus. "Ein Stimmentzug in der Euro-Gruppe würde
bedeutend mehr Sinn machen", so Karas weiter. Die derzeitige
Situation sei in jedem Fall unbefriedigend. "Ein Ausschluss aus der
Euro-Zone könnte jedoch einen Dominoeffekt hervorrufen, der sich
sofort wieder in einem Vertrauensverlust der Märkte bemerkbar machen
würde", warnt der Wirtschaftsexperte. "Wir brauchen eine geladene
Waffe in Form von EU-Hilfen, um die Märkte zu beruhigen und das
Vertrauen wieder herzustellen. Griechenland will die Hausaufgaben
aber selbst machen".
Der ÖVP-Europaabgeordnete zeigt Verständnis für den Wunsch nach
Unterstützung bei der Abwehr von globalen Spekulationsversuchen und
Marktmechanismen. "Ich begrüße den Vorstoß von EU-Kommissar Michel
Barnier wie gestern im Wirtschaftsausschuss des Europäischen
Parlaments gekündigt, dass die Kommission versuchen will
Spekulationen auf fallende Kurse einzudämmen. Neben dem
Derivatevorschlag, wird die Kommission neue Vorschläge zu
Vorschriften von ungedeckten Leerverkäufen vorlegen. Diese Regelung
erwarten wir für Juni", informiert Karas.
Griechenland sei ein wichtiges 'Lernbeispiel' für Europa. "Wir
müssen auf lokalen, europäischen und globalen Ebenen jetzt unsere
Konsequenzen ziehen. Der Wege aus der Krise wird - nicht nur für
Griechenland - aber noch länger Zeit dauern", so Karas abschließend.
Rückfragen: Mag. Othmar Karas MEP, Tel.: +32-2-284-5627
([email protected]) oder
Mag. Andrea Strasser, EVP-Pressedienst, Tel.: +32-473- 311175
([email protected])
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