OTS0176 / 18.03.2010 / 12:17 / Channel: Politik / Aussender: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Stichworte: Familie / Jugend / Kinder / Marek / Rotes Kreuz


Marek: Es geht um das Wohl des Kindes im Hier und Jetzt

Utl.: Eröffnungsstatement beim Kindergipfel des Österreichischen Jugendrotkreuzes "Lasst uns Kinder sein!" =


   Wien (OTS/BMWFJ) - "Die Grundweisheit der Kinderrechtskonvention
besagt, dass wir das Wohl des Kindes im Hier und Jetzt beachten
müssen. Sie findet sich als zentraler Bestandteil des Entwurfes zum
Verfassungsgesetz über die Kinderrechte wieder, wo das Kindeswohl als
zentraler Maßstab für alles Handeln festgelegt wird", so Christine
Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie
und Jugend, anlässlich der Eröffnung des Kindergipfels "Lasst uns
Kinder sein!" des Österreichischen Jugendrotkreuzes am Donnerstag im
Tagungszentrum des Schlosses Schönbrunn. 
   Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Kindercharta des
Österreichischen Jugendrotkreuzes (ÖJRK), die Marek in ihrer Rede als
"die zehn Leitlinien für Menschen, die mit Kindern arbeiten"
bezeichnete. Es gehe darum, so die Staatssekretärin, das rechte Maß
zwischen Vorbereitung auf das "Leben" und dem Kind-Sein-Können zu
finden, Kinder zu tüchtigen Mitgliedern der Gesellschaft
heranzuziehen und ihnen dafür die besten Rahmenbedingungen - allem
voran Bildung - zu geben ohne sie dabei aber zu überfordern. "Denn es
ist schwierig, aus permanent überforderten Kindern gesunde,
selbstbewusste, kreative, lebensfrohe Erwachsene werden zu lassen",
so die Familienstaatssekretärin.
   Elternbildung sei ihr deshalb ein besonderes Anliegen, setzte
Marek fort. Mit 1,3 Millionen Euro fördere das Familienministerium
qualifizierte Elternbildungsveranstaltungen in ganz Österreich, die
letztes Jahr von rd. 90.000 Eltern besucht wurden. Wichtig seien
dabei vor allem auch niederschwellige Informationen zu
Erziehungsthemen, die auch der gewaltfreien Erziehung dienen:
Schriftliche Informationen in Form von Elternbriefen sowie als
interaktive CD-Roms "Tipps für Eltern". "Dabei stehen wir vor der
großen Herausforderung, Eltern zu erreichen, die von sich aus davon
überzeugt sind, für ihre Aufgabe als Mutter und Vater auf Wissen und
Erfahrung von anderen verzichten zu können."
Zwtl.: Ächtung von Gewalt als Erziehungsmittel
   Als weiteres zentrales Thema nannte Marek die Ächtung von Gewalt
als Erziehungsmittel: Diese sei zwar seit 1989 in Österreich
verboten, leider aber nach wie vor nicht tabu. Lediglich 30 Prozent
der Eltern kämen gänzlich ohne Gewalt aus. "Die Schlagzeilen der
vergangenen Tage und Wochen über tragische und unentschuldbare
Missbrauchsfälle haben gezeigt, dass wir uns auch aktiv mit dem Thema
des sexuellen Kindesmissbrauchs, seinen Folgen und präventiven
Maßnahmen auseinandersetzen müssen. Bei diesen Verbrechen geht es
aber nicht nur um die Kirche, denn 80 bis 90 Prozent der
Missbrauchsfälle passieren in der Familie bzw. im familiären Umfeld.
Aus diesem Grund habe ich gemeinsam mit Justizministerin
Bandion-Ortner für den 13. April Expertinnen und Experten aus den
unterschiedlichsten Bereichen zu einem Runden Tisch ins
Familienministerium eingeladen, um die Bereiche Prävention,
Kommunikation und Sensibilisierung im Zusammenhang mit
Kindesmissbrauch auf breiter Basis zu diskutieren und mögliche
Lösungen im Kampf dagegen aufzuzeigen", sagte Marek abschließend.
Rückfragehinweis:
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   Bundesministerium für Wirtschaft,Familie und Jugend
   Staatssekretariat: DI (FH) Lukas Pohl
   Tel.: +43 (01) 711 00-5838
   
   Presseabteilung: Dr. Harald Hoyer
   +43 (01) 711 00-2058
   presseabteilung@bmwfj.gv.at
   www.bmwfj.gv.at
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