Wien (OTS) - Bereits bei der Auseinandersetzung um die Zufahrt zur
geplanten Hofer-Filiale in der Heigerleinstraße hat die SPÖ gezeigt,
wie sie mit Initiativen aus der Bevölkerung umgeht. Jetzt wurde noch
nachgelegt: Bei der Auseinandersetzung um eine geplante Tiefgarage am
Johann-Nepomuk-Berger-Platz wird den BürgerInnen die Fälschung von
Planunterlagen vorgeworfen, ohne mit ihnen geredet zu haben.
Informiert wurden die AnrainerInnen nicht. Nur im SPÖ-nahen
"Bezirksblatt" war angekündigt, es werde eine Tiefgarage unter dem
Platz gebaut. "Wenn der Bezirksvorsteher jetzt via Kronenzeitung
behauptet, die Garage sei unter der Eckmüllnergasse geplant, trägt
das nur zur Verwirrung bei," sagt Martin Grabler, Klubvorsitzender
der Grünen Ottakring. Tatsächlich liegen für eine Garage am Platz
zwei verschiedene Entwürfe vor, die nun von Stadtrat Schicker und den
zuständigen Stellen des Magistrats einer näheren Überprüfung
unterzogen werden sollen. Beide Entwürfe sind fragwürdig.
- Variante 1 sieht die Garage unter der Verkehrsfläche im Ostteil des
Platzes mit Einfahrt über die Ottakringer Straße vor. Dabei soll die
dreigeschoßige Garage direkt an der Häuserkante ansetzen, während sie
teilweise in den Park hineinragt. "Dass dabei nur drei Bäume gefällt
werden müssen, ist völlig ausgeschlossen," sagt Grabler. Die Grünen
Ottakring stellen die Frage, ob die Häuser während der Bauzeit dann
überhaupt benutzt werden können. Zudem ist diese Variante fast
doppelt so teuer wie die unter dem Park, welche mit 16.000
Euro/Stellplatz veranschlagt ist.
- Variante 2 ist die von der Bürgerinitiative befürchtete Garage
unter dem Park mit Einfahrt über die Verlängerung der
Eckmüllnergasse. Bei dieser müssten fast alle Bäume am Platz gefällt
werden. "Auch wenn der Bezirksvorsteher nun behauptet, diese Variante
sei vom Tisch: Das hängt wohl vom Ergebnis der Überprüfung ab," so
Grabler.
Beiden Varianten ist gemein, dass an einen Rückbau von Stellplätzen
an der Oberfläche und somit einen attraktiveren Platz gar nicht
gedacht ist. Die Grünen sagen einmal mehr: Garagen lösen keine
Probleme, sondern bringen nur mehr Autos in den Bezirk. Die
AnrainerInnen müssen teuer für einen Stellplatz zahlen, während
Einpendler weiter gratis an der Oberfläche parken. Wirkliche Abhilfe
bringe nur das Parkpickerl in den Westgürtelbezirken.
Die Bürgerinitiative Bergerplatz lädt zu ihrem Gründungstreffen am
Montag, dem 22.März 2010 um 19 Uhr in die Galerie "Blumberg", 1160
Wien,. Neulerchenfelderstraße 90. Dort wird natürlich über beide
Varianten informiert.
"Selbstverständlich stehen die Grünen hinter Initiativen von
engagierten BürgerInnen. Wir laden die AnrainerInnen herzlich ein,
hinzugehen und sich zu informieren," so Grabler abschließend.
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