• 18.03.2010, 10:04:57
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WKÖ-Oberwallner: Autofahren muss leistbar bleiben, KFZ-Steuerdschungel beseitigen

Fahrzeughandel fordert ökologisch orientierte KFZ-Steuer, Einführung eines temporären Investitionsfreibetrags für gewerbliche PKW sowie eine Werkstättenpauschale

Wien (OTS/PWK226) - "Autofahren soll sich an ökologischen
Gesichtspunkten orientieren, muss aber für alle Bevölkerungsgruppen
leistbar bleiben", betont Gustav Oberwallner, Obmann des
Bundesgremiums des Fahrzeughandels der WKÖ, in Hinblick auf die
aktuelle "Energiestrategie Österreich". Der Branchensprecher des
Fahrzeughandels fordert eine Neuausrichtung der KFZ-Steuer: "Eine
ökologische und wettbewerbsorientierte Fahrzeugbesteuerung - analog
zum deutschen Modell - wäre ein starkes Signal für einen
umweltbewussten Straßenverkehr in Österreich."

"Während Deutschland eine relativ einfach gestaltete
Fahrzeugbesteuerung aufweist, sind die österreichischen Autofahrer
mit einem wahren KFZ-Steuerdschungel konfrontiert", erklärt
Oberwallner einen Vergleich der Mineralölsteuer zwischen Österreich
und seinen deutschen Nachbarn für unzulässig. So werden hierzulande
importierte PKW mit rot-weiß-rotem Kennzeichen doppelt besteuert,
denn die Normverbrauchsabgabe wird nochmals mit der Mehrwertsteuer
belegt.

Dazu kommt eine weitere Belastung von Autobesitzern in Form einer
Zulassungsbesteuerung, die außer in Österreich nur mehr in wenigen
anderen Ländern existiert. "Im Vergleich mit Deutschland sind nicht
nur die Anschaffungskosten eines Fahrzeuges in Österreich wesentlich
höher. Zudem liegen bei uns auch die Nutzungssteuern deutlich über
dem deutschen Steuerniveau", rekapituliert Oberwallner.

Der Obmann des Fahrzeughandels verweist darüber hinaus auf eine
weitere Schlechterstellung des heimischen Fahrzeughandels gegenüber
anderen europäischen Märkten: "Durch die Anerkennung der
Vorsteuerabzugsfähigkeit können gewerblich genutzte Fahrzeuge, etwa
in Italien und Tschechien, günstiger angeschafft werden." Deshalb
setzt sich Oberwallner für einen temporären Investitionsfreibetrag
für betrieblich genutzte PKW, die bestimmten Energiespar- und
Umweltschutzkriterien entsprechen, ein.

Eine weitere wesentliche Forderung für den heimischen
Fahrzeughandel - hinsichtlich des überaltetem Fahrzeugbestandes auf
den heimischen Straßen - ist die Wiedereinführung einer jährlichen
sicherheits- und umweltrelevanten Überprüfung von Österreichs
Fahrzeugen. "Finanziert wird diese regelmäßige Inspektion, die im
Sicherheitsinteresse der Autofahrer liegt, durch einen Pauschalbetrag
für Werkstätten-Leistungen, der sogenannten Werkstättenpauschale",
fordert Oberwallner. Darunter wird die Absetzbarkeit eines
Pauschalbetrages für die regelmäßig anfallenden Kosten von
notwendigen Überprüfungen etwa der Abgaswerte, der Bremsanlage, des
Fahrwerkes verstanden.

Ständig steigenden Belastungen auf den Rücken der österreichischen
KFZ-Lenker erteilt der Fahrzeughandels-Obmann eine kategorische
Absage: "Das Auto darf keine Kostenfalle werden", appelliert
Oberwallner an die handelnden Akteure. (AC/JR)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Bundesgremium des Fahrzeughandels
Dr. Manfred Kandelhart
Telefon: +43 (0)5 90 900-3204
E-Mail: [email protected]

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