- 18.03.2010, 09:54:07
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Heinz Fischer, ein Bundespräsident zum "Anfassen"
Kamingespräch zwischen Bundespräsident Heinz Fischer und interessierten Studenten in lockerem Ambiente
Wien (OTS) - Einen wahren Stargast konnte der Verband
Sozialistischer StudentInnen (VSStö) am Mittwochabend für ein
Kamingespräch am Campus Brigittenau gewinnen. Bundespräsident Heinz
Fischer leistete der Einladung des VSStö gerne Folge und stellte sich
in lockerem Ambiente den brisanten Fragen der rund 300 interessierten
Studierenden, die sich die Gelegenheit, den Bundespräsidenten hautnah
zu erleben und kennenzulernen, nicht entgehen ließen. Sichtlich
erfreut und entspannt, schwelgte Heinz Fischer in Erinnerungen an
seine eigene Studentenzeit und zeigte sich mit den Studierenden und
den Protesten gegen den Bologna-Prozess solidarisch. "Als Student
hätte ich auch nicht mit den Wissenschaftsministern 10 Jahre Bologna
gefeiert, sondern vor dem Burgtor protestiert", so Fischer. Die
Diskussion drehte sich vor allem um das österreichische
Bildungssystem und die Studentenproteste, aber auch um aktuelle
politische Themen.
"Die Hochschule muss als Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden
begriffen werden", erklärte der Bundespräsident. Das neue
Universitätsgesetz habe diese Grundauffassung nicht fortgesetzt,
sondern eher gebremst. Weitere Probleme im Hochschulbereich sieht
Fischer dahingehend, dass die Universitäten der stetig steigenden
Anzahl von Studenten nicht nachkommen.
Müssen tertiären Bildungsweg bestmöglich organisieren
Auch die Inhalte der Studienpläne beurteilte Fischer eher
kritisch, denn eine Ausbildung an einer österreichischen Universität
müsse über die Berufsausbildung hinausgehen und auch die Wissenschaft
und das Forschen in den Mittelpunkt rücken. "Das Forschen, Lehren,
Studieren und Nachdenken muss eingefordert werden. Ich weiß, dass das
Geld nicht unbeschränkt vorhanden ist, aber wir müssen den tertiären
Bildungsweg bestmöglich organisieren, an die Probleme herangehen und
versuchen, diese zu lösen", betonte der Bundespräsident.
Nach dem Kamingespräch zwischen Heinz Fischer und Barbara Toth vom
Falter, hatten die Studenten die Möglichkeit ihre persönlichen Fragen
an den Bundespräsidenten zu richten. In einer thematisch breit
gestreuten und lebhaften Diskussion mit Fischer war die bevorstehende
Bundespräsidentschaftswahl selbstverständlich eines der dominantesten
Themen.
Devise für Wahlkampf lautet: "Unser Handeln braucht Werte"
"Die Devise für den Wahlkampf lautet 'Unser Handeln braucht
Werte'. "Mit 'Unser Handeln' möchte ich auf den gesellschaftlichen
Zusammenhalt hinweisen und dass wir auch in Zukunft die Probleme
gemeinsam lösen. Mit 'Werte' meine ich, dass die Gesellschaft nach
vernünftigen Regeln handelt. Das bedeutet für mich alle Menschen,
egal welcher Nationalität, Hautfarbe oder Herkunft, gleichermaßen zu
respektieren und ihre Menschenwürde nicht zu verletzen", erklärte
Fischer. Für den Wahlkampf habe sich Fischer zur Aufgabe gemacht, für
seine Ziele, seine Werte und seine Positionen einzutreten.
Heinz Fischer, ein Bundespräsident zum "Anfassen"
Bundespräsident Heinz Fischer zeigte sich einmal mehr bürgernah,
sympathisch und locker im Umgang mit den jungen Menschen. Alles in
allem eine gelungene Veranstaltung mit vielen zufriedenen
Studierenden und einem begeisterten Bundespräsidenten, der sich über
das große Interesse der Jugendlichen freute. Heinz Fischer ist und
bleibt ein Bundespräsident zum "Anfassen".
Rückfragehinweis:
Wahlbüro Dr. Heinz Fischer, Stefan Bachleitner
E: [email protected], T: 0664/310 44 09
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