- 17.03.2010, 15:00:28
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AK: Mindestlöhne sind gerecht und notwendig
Auskommen mit dem Einkommen muss möglich sein. Keine negativen Beschäftigungseffekte zu erwarten
Wien (OTS) - "Der ÖGB setzt mit seiner Forderung nach 1.300 Euro
Mindestlohn ein wichtiges Signal in der Krise", sagt die Leiterin des
AK Wirtschaftsbereichs, Maria Kubitschek. Es ist gerade jetzt
notwendig die inländische Nachfrage zu stärken. "Die Arbeitnehmer
haben die Krise nicht verschuldet. Aber sie zahlen jetzt schon dafür
mit Jobangst und mit ihren Lohnsteuern. Nach Milliardenpaketen für
die Banken wäre es jetzt an der Zeit, denen, die jeden Tag hart für
ihr Leben arbeiten müssen, ein Auskommen mit dem Einkommen zu
sichern."
Nachdem 1999 das Ziel von 1.000 EUR Mindestlohn vom ÖGB definiert
wurde und die-ser 2008 auch in den letzten Branchen umgesetzt wurde,
ist es mehr als angemessen eine neue Latte für Löhne zu setzen von
denen man auch leben kann, so Kubitschek.
Die Erfahrung der letzten Jahre und Studien der OECD belegen:
Mindestlöhne haben keine negativen Beschäftigungsauswirkungen. Gerade
die österreichische sozialpartner-schaftliche Form der branchen- und
qualifikationsspezifischen Umsetzung von Mindest-lohnerhöhungen ist
hier besonders beschäftigungsfreundlich.
"Die Aussage, die ArbeitnehmerInnen hätten die Krise gar nicht
bezahlt, ist zynisch. Im Vergleich zu Vorkrisenzeiten sind zusätzlich
63.000 Kolleginnen und Kollegen auf Ar-beitslosengeld angewiesen", so
Kubitschek.
Die Unternehmer und Vermögenseinkommensbezieher bekommen 2009 32
Prozent des in Österreich erzielten Faktoreinkommens. 2008 waren es
34 Prozent. In den Jahrzehnten davor ist dieser Anteil ständig
gestiegen, während die Lohnquote gesunken ist "Aber offenbar ist für
einige Unternehmensvertreter genug eben nie genug" so Kubitschek.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at
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