- 17.03.2010, 12:50:42
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Heinisch-Hosek: Einkommenstransparenz muss sein
Österreichweite Unterschriftenaktion für "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"
Wien (OTS/SK) - "Einkommenstransparenzmuss sein", sagte
Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele
Heinisch-Hosek am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Initiative
"Karriere jetzt: Weiter auf der Leiter". "Wir werden in den nächsten
Monaten österreichweit um Unterstützung werben, damit Frauen endlich
gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen", sagte die Ministerin. Sie
rechne mit zig-tausend Unterschriften, die SPÖ-Frauen würden in
Betrieben, in Gemeinden, bei EntscheidungsträgerInnen dafür werben.
Mit dem Projekt soll bewusst gemacht werden, dass Frauen in
Österreich weniger verdienen als Männer, einfach weil sie Frauen
sind. Je mehr Frauen über die Lohnstrukturen in ihrer Firma Bescheid
wissen, desto mutiger können sie ein gerechtes Gehalt fordern. "Die
Einkommensschere ist das Hindernis, dass die Frauen auf der
Karriereleiter nicht weiterkommen", betonte Heinisch-Hosek. Die SPÖ
Frauen wollen daher, dass in Betrieben mit mehr als 25
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die durchschnittlichen Löhne und
Gehälter von Frauen und Männern offengelegt werden. ****
Unterstützt wird die Aktion auch von den ÖGB-Frauen. "Wir schließen
uns deshalb an, weil in Betrieben die Einkommensdiskriminierung oft
nicht gesehen wird", sagte die ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte
Ruprecht. Aus diesem Grund wurde bereits eine Arbeitsgruppe
eingesetzt, die sich mit der Beseitigung der Einkommensunterschiede
auseinandersetzt.
SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz betonte, dass Frauen
den Firmen, in denen sie tätig sind, viele Vorteile bringen. Einer
sei, dass gemischte Teams bessere Entscheidungen treffen als Gruppen,
die etwa nur aus Männern bestehen. Mautz sprach sich bei der
Veranstaltung auch für eine Frauenquote aus und forderte, dass Frauen
nicht weiter an der gläsernen Decke anstoßen dürfen.
"Was wir brauchen ist Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann",
sagte SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier. Dies bedeute
nicht nur Gleichberechtigung im Job, sondern auch innerhalb der
Familie. "Wenn das umgesetzt wird, sind Frauen und Männer auf
gleicher Augenhöhe", so Binder-Maier. (Schluss) rb
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