• 17.03.2010, 11:32:55
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Interdisziplinäre Aufnahme, Entlassungsmanagement und Altersdiabetikerprogramm

Sobotka: Reformpoolprojekte zur bestmöglichen Patientenversorgung

St. Pölten (OTS/NLK) - "Die NÖ Gesundheitsversorgung hat sich das
Ziel gesetzt, überall in Niederösterreich die bestmögliche Behandlung
für Patienten zu bieten", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag.
Wolfgang Sobotka heute, 17. März, in St. Pölten bei der Präsentation
von Reformpoolprojekten. Dieser von der Gesundheitsplattform
verwaltete sowie von den Ländern und Kassen finanzierte Reformpool
für neue Projekte und Behandlungsfelder basiert auf einer
15a-Vereinbarung mit dem Bund.

"Ziel dieser Initiative ist es, die Qualität der medizinischen und
pflegerischen Behandlung zu verbessern und dort anzubieten, wo sie
für den Patienten am besten und sinnvollsten bzw. wirtschaftlich und
organisatorisch am effizientesten ist", so Sobotka.

Als Beispiele dieser Reformpoolprojekte hob der
Landeshauptmann-Stellvertreter insbesondere die interdisziplinäre
Aufnahmestation und das Entlassungsmanagement hervor: Das
Pilotprojekt der interdisziplinären Aufnahmestation in Horn habe zum
einen dazu geführt, dass die Patienten schneller in den
niedergelassenen Bereich zurückverwiesen werden können (25 Prozent
mussten erst gar nicht in das Krankenhaus aufgenommen werden), und
zum anderen durch verbesserte Diagnose und eine eigene Laborstraße
dazu beigetragen, dass die Abklärung für die richtige Station
innerhalb von 24 Stunden erfolgen könne. Auf Grund der Erfolge des
Pilotprojekts werde dieses Modell jetzt auf ganz Niederösterreich
ausgedehnt, als nächstes erfolgen Eröffnungen interdisziplinärer
Aufnahmestationen in Krems und in Tulln, so Sobotka.

Das Entlassungsmanagement für Patienten mit komplexer Gesundheits-
und Sozialstruktur wurde in Gmünd erprobt. Dabei geht es darum, über
einen "trockenen" Arztbrief hinaus alle relevanten Daten an den
Hausarzt u. a. weiterzuleiten und sich um den Patienten zu kümmern,
dass etwa rechtzeitig ein Rollstuhl bereitsteht etc. Als nächstes mit
einem derartigen Entlassungsmanagement ausgestattet werden die
Krankenhäuser in Mistelbach, Amstetten, Lilienfeld, Neunkirchen, St.
Pölten und Wiener Neustadt.

In Bezug auf das Altersdiabetikerprogramm betonte Sobotka die
Wichtigkeit der Finanzierung und Organisation derartiger Projekte aus
einer Hand: Die Ärztekammer habe dieses Programm, das dazu
beigetragen habe, die Häufigkeit des "diabetischen Fußes" um ein
Drittel zu reduzieren, dass die Krankenhausaufenthalte zurückgehen
und die Patientenzufriedenheit steigen zu lassen sowie die
Langzeitzuckerwerte deutlich zu verbessern, im Herbst auslaufen
lassen, obwohl die niedergelassenen Ärzte eine Fortführung dieser mit
regelmäßiger, engmaschiger Kontrolle und Schulung verbundenen
Maßnahme begrüßen würden. Von Altersdiabetes betroffen sind in
Niederösterreich rund 100.000 Menschen.

Nähere Informationen beim Büro LR Sobotka unter 02742/9005-12221,
Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, e-mail [email protected].

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12175
www.noe.gv.at/nlk

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