- 17.03.2010, 11:16:53
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Industrie zu Mindestlohn: ÖGB-Forderung würde Jobs gefährden
IV-GS Beyrer: Arbeitszeitflexibilisierung statt populistische Forderungen - Überdurchschnittliche Löhne in der Industrie - Krise noch lange nicht vorbei
Wien (OTS/PdI) - Als "verantwortungslose Gefährdung von
Arbeitsplätzen" lehnte der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Mittwoch,
Forderungen des ÖGB nach einer Erhöhung des Mindestlohns ab: "Der ÖGB
belastet mit seinen rückwärtsgewandten Ideen einmal mehr zur Unzeit
den Standort und damit heimische Arbeitsplätze. Gerade jetzt ist es
unverantwortlich, Dinge zu fordern, die gerade im Niedriglohnbereich
zu einem massiven Arbeitsplatzverlust führen würden. Anstatt sich
populistisch profilieren zu wollen, soll die Gewerkschaft endlich,
wie paktiert, den Weg frei machen für die dringend erforderliche
weitere Arbeitszeitflexibilisierung." Gerade die aktuelle Krise habe
gezeigt, dass die starken Unterschiede zwischen den einzelnen
Branchen und Unternehmen eine höhere Flexibilität bei der
Arbeitszeitgestaltung notwendig mache. "Mehr Kompetenzen zur
Arbeitszeitgestaltung auf Betriebsebene würde Arbeitsplätze sichern
helfen", so Beyrer.
Die Industrie habe angesichts der Krise ihren Anteil geleistet:
"Trotz Einbruch bei der Produktion um 13,4 Prozent, beim Umsatz um
14,5 Prozent und einem Rückgang der Warenexporte um nahezu 20 Prozent
haben wir die Menschen in Österreich durch die Krise getragen - und
zwar auch mit überdurchschnittlichen Löhnen in der Industrie", wie
Beyrer betonte. Die Industrie sei sich ihrer Verantwortung den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber bewusst und habe dies
gerade in der Krise auch bewiesen, so der IV-Generalsekretär: "Diese
Krise ist noch lange nicht vorbei, nur gemeinsam wird die Rückkehr zu
einem nachhaltigen, selbsttragenden Wachstum gelingen. Die Industrie
steht für eine konstruktive Zusammenarbeit in diesem Sinne zur
Verfügung, für populistische Stimmungsmache jenseits der Realität
haben wir aber kein Verständnis."
Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
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