- 16.03.2010, 17:39:38
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Auf den Spuren von Alexander Lernet-Holenia in Polen
Ausstellung über das literarische Schaffen Lernet-Holenias am Generalkonsulat und Kulturforum Krakau
Krakau (OTS) - Der berühmte österreichische Schriftsteller
Alexander Lernet-Holenia wird dieser Tage im Rahmen einer umfassenden
Ausstellung am Österreichischen Generalkonsulat und Kulturforum
Krakau geehrt. An der gestrigen Ausstellungseröffnung nahmen der
Großneffe und Alleinerbe des Schriftstellers, Herr Mag. Alexander
Dreihann-Holenia, sowie die Universitäts-Professoren Dr. Krzysztof
Lipinski, Beiratsmitglied der Internationalen Alexander
Lernet-Holenia Gesellschaft, und Dr. Ryszard Spodzieja vom Institut
für Germanistik an der Universität Wroclaw, zwei Lernet-Holenia
Experten, teil.
In seiner Begrüßungsansprache bemerkte Generalkonsul Christophe
Ceska, dass Lernet-Holenias politisch berühmtestes Werk "Mars im
Widder" in literarischen Kreisen als österreichischer
Widerstandsroman anerkannt ist. Lernet-Holenia, der selbst als
Offizier diente, erzählt darin von seinen Erlebnissen im 2.
Weltkrieg.
Aufgrund seiner detailgetreuen Schilderung des geplanten Überfalls
auf Polen, der tapferen polnischen Gegenwehr und der Erwähnung
österreichischer Widerstandskämpfer wurde der Roman noch vor seiner
Auslieferung von den Nazis verboten. Auch in anderen seiner Werke,
wie zum Beispiel dem erfolgreich verfilmten Roman "Die Abenteuer
eines jungen Herren aus Polen", setzt sich Lernet-Holenia mit Polen
auseinander.
Die mobile Dokumentationsausstellung porträtiert mittels Fotos und
originalen, persönlichen Abschriften den zeitgeschichtlichen und
familiären Hintergrund des Schriftstellers, seinen Dienst als junger
Fähnrich im Dragonerregiment Nr. 9, seine ersten und erfolgreichen
literarischen Produktionen und sein Leben während und nach dem 2.
Weltkrieg zwischen Wien, Berlin und St. Wolfgang im Salzkammergut, wo
er zur Symbolfigur des literarischen Wiederaufbaus aufstieg und in
weiterer Folge zu einer dominierenden Persönlichkeit des
deutschsprachigen Kulturbetriebs wurde.
Die Dokumentationsausstellung wird bis 15. April in Krakau gezeigt,
danach wandert sie weiter zu den Österreich Bibliotheken in Opole in
Schlesien und Breslau in Niederschlesien.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43(0)501150-3262,4549,4550; F:+43(0)501159-213
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