Jerusalem/Wien (OTS) - Heute unterzeichnet Bildungsministerin
Claudia Schmied im Rahmen ihres Israel-Besuchs ein Memorandum of
Understanding mit der School for Holocaust Studies in Yad Vashem.
Darin wird die Weiterführung der seit knapp 10 Jahren erfolgreichen
LehrerInnen-Seminare in der bedeutenden Holocaust Gedenkstätte
festgeschrieben.
"Die Weiterführung des Memorandum of Understanding ist mir ein
besonderes Anliegen und ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung
in Österreich. Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Österreich können
dadurch auch in Zukunft Seminare in der bedeutendsten
Holocaust-Gedenkstätte Israels besuchen. Von den Eindrücken und
Erkenntnissen der Lehrerinnen und Lehrer profitieren Generationen von
Schülerinnen und Schülern", so Bildungsministerin Claudia Schmied.
Seit Beginn der Seminare für österreichische LehrerInnen im Herbst
2000 besuchten bis August 2009 in insgesamt 17 Seminaren 358
österreichische LehrerInnen Yad Vashem.
Die Seminare dauern 13 Tage, ein Wochenende davor und eines danach
dienen der verpflichtenden Vor- und Nachbereitung. Die Nominierung
erfolgt durch die jeweiligen Landesschulräte bzw. den Stadtschulrat
für Wien. Die Seminare werden vom Bildungsministerium finanziert.
Die TeilnehmerInnen verpflichten sich durch ihre Teilnahme dazu, als
MultiplikatorInnen im Rahmen des Netzwerkes von www.erinnern.at ihre
Kenntnisse weiter zu geben und sich weiterhin zu engagieren
(Mitarbeit an methodisch-didaktischen Projekten, Fortbildung, etc.).
Den Opfern ein Gesicht und einen Namen und damit ihre Würde geben,
ist einer der Grundpfeiler der Pädagogik über die Shoah, die an der
International School for Holocaust Studies in Yad Vashem entwickelt
wurde. Die TeilnehmerInnen profitieren von wissenschaftlich
hochstehenden historischen Vorträgen, gegliedert in das jüdische
Leben vor, während und nach der Shoah, sowie von Workshops, in denen
pädagogische Materialien vorgestellt werden. Besonderen Anklang unter
den TeilnehmerInnen findet der Austausch mit Überlebenden der Shoah.
Die Auseinandersetzung mit der generationenübergreifenden Weitergabe
von Traumata bzw. historischen Erfahrungen bildet einen festen
Bestandteil der Seminare. Dabei gerät auch der eigene Zugang der
TeilnehmerInnen zu Nationalsozialismus und Holocaust in den Blick und
es gibt Gelegenheit zur Reflexion der eigenen Familiennarrative.
Das heute unterzeichnete Memorandum of Understanding stellt den
Höhepunkt der bisher zehnjährigen äußerst erfolgreichen
Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsministerium und der International
School for Holocaust Studies at Yad Vashem dar.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Nikolaus Pelinka, MSc
Tel.: (++43-1) 53 120-5030, 5031
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