• 16.03.2010, 14:07:37
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Konsolidierungsmaßnahmen bei den Krankenkassen greifen

Hauptverband legt ersten Bericht zu Finanzzielen vor. Schelling: "Die Hausaufgaben der Sozialversicherung werden erfüllt"

Wien (OTS) - Sechs Monate nach dem von der Bundesregierung
beschlossenen Sanierungskonzept "Gesundheit: Finanzierung sichern"
legt der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
heute einen ersten Zwischenbericht für das laufende Jahr vor. Demnach
werden die für heuer mit den einzelnen Krankenkassen vereinbarten
Kostendämpfungen in Höhe von 214 Millionen Euro nach der nun auf
Basis der am 15. Februar vorgelegten Prognoserechnung übererfüllt.
"Damit zeigt sich, dass die seitens des Hauptverbandes eingeleiteten
Konsolidierungsmaßnahmen greifen, ohne dass für die Versorgung der
PatientenInnen weniger Geld zur Verfügung steht als bisher. Wir sind
jedenfalls am richtigen Weg, die von der Bundesregierung geforderten
Hausaufgaben zu erfüllen", kommentiert der Vorsitzende des
Verbandsvorstandes im Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger, Hans Jörg Schelling, den heute, Dienstag,
vom Verbandsvorstand beschlossenen Monitoringbericht an die
Bundesregierung.
Ziel des Sanierungskonzeptes "Gesundheit: Finanzierung sichern -
Langfristige Potenziale zur Steuerung der Ausgaben und zur
nachhaltigen Kostendämfpung" ist, dass alle Kassen bis Ende 2013
einen ausgeglichenen Rechnungsabschluss ausweisen können. Schelling:
"Zur Erreichung dieses Zieles müssen Krankenversicherungsträger und
Hauptverband alles daran setzen, um die dargestellten
Kostendämpfungspotenziale auch tatsächlich zu erzielen". Aus diesem
Grund wurden Mitte Dezember des Vorjahres zwischen dem Hauptverband
und den einzelnen Kassen verbindliche Finanzziele vereinbart. Die
Erreichung dieser Finanzziele sind Voraussetzung dafür, dass die
Kassen die für 2010 zugesagten Strukturmittel in Höhe von 100
Millionen Euro aus dem Budgettopf auch wirklich erhalten.
Insbesondere im Bereich der Heilmittelausgaben ist es in den ersten
beiden Monaten des heurigen Jahres zu einem deutlich geringeren
Anstieg gekommen als ursprünglich prognostiziert. Das ist sowohl auf
die laufenden Preisverhandlungen des Hauptverbandes als auch auf den
Einsatz von kostengünstigeren und wirkstoffgleichen Medikamenten
zurückzuführen. Schelling zollt dabei den verschreibenden ÄrztenInnen
dickes Lob: "Die verantwortungsvolle Verschreibepraxis hat in diesem
Bereich zu einem deutlich niedrigeren Kostenanstieg geführt, ohne
dass die Qualität der medikamentösen Versorgung der PatientenInnen
darunter gelitten hätte". Aber auch im Bereich der vertragsärztlichen
Hilfe, den privaten CT- und MRT-Instituten und im Bereich der
Heilbehelfe und Hilfsmittel (Hörgeräte, Schuheinlagen,
Inkontinenzversorgung) konnte die Kostendynamik durch Verhandlungen
mit den Vertragspartnern deutlich eingebremst werden. Schelling: "All
diese bereits eingeleiteten Maßnahmen zeigen, dass die soziale
Krankenversicherung gemeinsam mit ihren Vetragspartnern in der Lage
ist, den von der Bundesregierung geforderten Konsolidierungspfad
einzuhalten".
In diesem Zusammenhang erinnert Schelling die Bundesregierung aber
auch an die Einhaltung der ebenfalls Mitte September 2009
beschlossenen Zusage zur jährlichen, wertgesicherten Dotierung des
Kassenstrukturfonds für 2011 und die Folgejahre. Dazu kommt noch die
ebenfalls fix zugesagte Kompensation der Sozialversicherungszahlungen
an die Bundesgesundheitsagentur in Höhe von jährlich 83,6 Millionen
Euro und die Vollabgeltung des Einnahmenentfalls aufgrund der
Einführung der Rezeptgebühren-Obergrenze in Höhe von rund 37
Millionen Euro.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen,
sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und
eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen
Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte
Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird
beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als
Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt
aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die
Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der
solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

Rückfragehinweis:
Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71132-1120
mailto:[email protected]
http://www.sozialversicherung.at

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