OTS0187 / 16.03.2010 / 12:52 / Channel: Chronik / Aussender: UG - Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB
Stichworte: AUGE / KIV / Soziale Dienste / Soziales / Sozialgipfel / Sozialmilliarde / Wien


AUGE/UG und KIV/UG laden zum Sozialgipfel ins Wiener Rathaus: "Sozialmilliarde statt 'Spardiktat'!"

Utl.: Gewerkschaftlicher Sozialgipfel will "Gipfel zur Sozialmilliarde stürmen". Sozialmilliarde-Enquete im Parlament lässt nach wie vor auf sich warten =


   Wien (OTS) -    Im April 2009 wurde seitens der Gewerkschaften
GPA-djp und Vida eine österreichweite BürgerInneninitiative unter dem
Titel "Soziale Arbeit ist mehr wert!" gestartet. In dieser Petition
wurde der Nationalrat aufgefordert, eine Sozialmilliarde - auch als
Konjunkturmaßnahme - zu beschließen. Für ein flächendeckendes,
bedarfsgerechtes Angebot an Gesundheits- und Sozialdiensten, für die
Schaffung zukunftssichernder Arbeitsplätze sowie für attraktivere
Arbeitsbedingungen, eine faire Bezahlung und Investitionen in die
soziale Infrastruktur. 22.669 Unterschriften wurden von engagierten
BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und Beschäftigten im
privaten und kommunalen Gesundheits- und Sozialbereich gesammelt. Im 
Mai 2009 wurde die Petition an den Nationalrat übergeben, in
Presseaussendungen der Gewerkschaften angekündigt, dass eine
parlamentarische Enquete zur Sozialmilliarde noch im Herbst 2009
stattfinden sollte. Bis heute fand allerdings noch keine
entsprechende Enquete statt, ein Termin ist nach wie vor ungewiss.
Sozialgipfel der AUGE/UG und der KIV/UG im Wiener Rathaus
   Die AUGE/UG - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen in der
GPA-DJP sowie die KIV/UG - Konsequente Interessensvertretung in der
GdG-KMSfB laden daher am 18. März, ab 16.00 zum Sozialgipfel  unter
dem Motto "Wir stürmen den Gipfel zur Sozialmilliarde" ins Wiener
Rathaus ein. "Wir wollen gemeinsam mit BetriebsrätInnen,
PersonalvertreterInnen und Beschäftigten aus dem privaten und
kommunalen Sozial- und Gesundheitsbereich Druck auf die Politik
machen, dass es endlich zu einer breiten Diskussion und zur
versprochenen parlamentarischen Enquete zur Sozialmilliarde kommt.
Angesichts des verlautbarten 'Spardiktats' im Rahmen der
Budgetkonsolidierung drohen die Beschäftigten des Sozial- und
Gesundheitsbereichs, deren Arbeit schon heute von chronischem
Personalmangel, starken physischen und psychischen Druck, hohen
Burn-Out-Raten und prekären Arbeits- und Einkommensbedingungen
geprägt ist, einmal mehr unter die Räder zu kommen. Es drohen massive
finanzielle Einschnitte seitens der öffentlichen Fördergeber: das
geht nicht nur zu Lasten der Beschäftigten, sondern auch zu Lasten
von Qualität und Umfang von Pflege und Betreuung und damit
unmittelbar auf Kosten der KlientInnen und ihrer Familien,"
beschreibt Christine Rudolf, politische Sekretärin der KIV/UG und
viele Jahre selbst als Behindertenbetreuerin und Betriebsrätin aktiv,
die Motivation für die Veranstaltung des Sozialgipfels.
Her mit der Sozialmilliarde!
   Wissenschaftliche Inputs kommen dabei vom Ao. Univ.-Prof. DDr.
Nikolaus Dimmel ausgewiesener Experte für den Sozialbereich von der
Universität Salzburg sowie von DSAin. Maga. Elisabeth Hammer, vom FH
Campus Wien, Mitbegründerin des Vereins kriSo - Kritische Soziale
Arbeit. Von Gewerkschaftsseite wird Willibald Steinkellner,
Vorsitzender der Sektion Soziale, Persönliche Dienste und
Gesundheitsberufe in der Gewerkschaft Vida mit diskutieren.
Eingeladen wurden auch die Sozial-, Gesundheits- und
FamiliensprecherInnen von SPÖ, ÖVP und Grünen aus dem Nationalrat und
Wiener Gemeinderat. "Wir wollen, dass sich die Politik mit den
Anliegen und berechtigten Forderungen der Beschäftigten des Sozial-
und Gesundheitsbereichs endlich auseinandersetzt und auch eines ganz
klar wird: es braucht in diesem Bereich keine Einsparungen sondern
Investitionen, eben eine Sozialmilliarde, sowie den Ausbau qualitativ
hochwertiger Angebote. Denn Sozial- und Gesundheitsarbeit ist nicht
nur mehr wert sondern bringt einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert,
der sich jedenfalls auch volkswirtschaftlich rechnet. Gleiches gilt
natürlich auch für den Bildungsbereich, der sich ja vielfach -
Stichwort Kinderbetreuung - mit dem sozialen Bereich überschneidet.
Wer in diesen Bereichen spart, agiert in höchstem Maße
verantwortungslos und kurzsichtig," betont Markus Koza,
Bundessekretär der AUGE/UG und Vertreter der UG-Unabhängige
GewerkschafterInnen im ÖGB-Bundesvorstand. 
Hohes Interesse 
   Ausgesprochen erfreut zeigen sich die VeranstalterInnen über die
hohe Zahl an Anmeldungen zum Sozialgipfel: "Wir sind voll, unsere
Erwartungen wurden hinsichtlich der Anmeldungen bereits deutlich
überschritten. Das zeigt nur einmal mehr, wie hoch das Interesse bei
den Beschäftigten des Sozial- und Gesundheitswesens ist, und dass
dringendster politischer Handlungsbedarf besteht," schließt Rudolf.
Rückfragehinweis:
   Christine Rudolf, KIV/UG, Tel: 0676/340 05 42
   Markus Koza, AUGE/UG, Tel: 0676/951 27 82
   Internet, Programm: www.kiv.at/vernetzung-soziales, www.auge.or.at
	
							
												
							
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