OTS0160 / 16.03.2010 / 12:10 / Channel: Politik / Aussender: Grüner Klub im Rathaus
Stichworte: Bauten / Grüne / Kommunales / Lobau / Verkehr / Wien


Grüne Wien zu Lobau-Autobahn: Brückenvariante zerstört Nationalpark Donauauen

Utl.: Maresch: "Projekt Lobau-Autobahn kann nicht verwirklicht werden" =


   Wien (OTS) - Der Umweltsprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch,
erteilt den Plänen für eine Donaubrücke im Bereich des Nationalparks
Donauauen eine Absage: "Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Das
Infrastruktur-Ministerium holt offenbar aus Geldmangel die
Uralt-Version einer Brücke über die Donau wieder aus der Versenkung."
Diese Variante, die bereits vor 2005 diskutiert wurde, ist damals aus
guten Gründen verworfen worden. Der Grundwasserhorizont im
Nationalpark wird zumindest einmal durchstoßen, und zwar dort, wo die
Autobahn beim Ölhafen in den Untergrund verschwindet. "Niemand kann
garantieren, dass dabei keine Ölaltlasten mobilisiert oder
Bombenblindgänger hochgehen", so Maresch.
Weiters bestätigen die heutigen Medienberichte auch, dass die Asfinag
die Baukosten in der Höhe von einer Milliarde Euro der geplanten
A23-Verlängerung von Hirschstetten nach Raasdorf ("Spange Flugfeld
Aspern") sicher nicht zur Gänze übernehmen wird und sich daher auch
die Stadt Wien finanziell beteiligen müsste. "Viel sinnvoller und
billiger für Wien ist es daher, die Umfahrungsstraße B3d von
Hirschstetten nach Großenzersdorf selbst zu bauen", erklärt Maresch.
Laut einer aktuellen Studie kostet diese Umfahrungsstraße von
Hirschstetten, Aspern und Eßling nur 60 Mio. Euro und würde diesen
bereits jetzt vom Pendlerverkehr stark betroffenen Ortsteilen in der
Donaustadt viel früher eine massive Verkehrsreduktion bringen.
"Bürgermeister Häupl muss auch beim Straßenbau die Sparzwänge des
Budgets zur Kenntnis nehmen und endlich sinnvolle und effizientere
Verkehrslösungen für die Donaustadt zulassen, anstatt stur auf
Autobahnausbauten zu beharren, die weder verkehrspolitisch sinnvoll
noch finanzierbar sind", so Maresch abschließend.
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