• 16.03.2010, 11:07:02
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Frau in der Wirtschaft: Quotenregelung für Frauenförderung zuwenig

Rahmenbedingungen für Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern

Wien (OTS/PWK220) - Anlässlich der jüngsten Meldung von
Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek zu einem geplanten
Stufenplan zur Erhöhung der Frauenquote in Aufsichtsräten auf 40
Prozent gibt sich Adelheid Fürntrath-Moretti, Bundesvorsitzende von
Frau in der Wirtschaft, skeptisch: "Es ist nicht die Lösung, nur mit
der Quotenkeule zu schwingen und eine verpflichtende Quotenregelung
einzuführen" so Fürntrath-Moretti zu der von Heinisch Hosek
geplanten Maßnahme.

Eine spontan festgesetzte Quote könne nicht als "absolute Lösung"
angesehen werden. Viel eher müsse man Gründe erkennen, warum in den
verschiedenen Bereichen so wenige Frauen in Top-Jobs vertreten seien.
Außer in technischen Berufen, wo immer noch ein Mangel an Frauen
herrsche und ganz klar die Unterrichtsministerin gefordert sei,
scheitere es selten an der Kompetenz der Frauen. Und gerade dann
seien Quoten nicht die Lösung. Vielmehr gelte es, Frauen für
Spitzenpositionen gezielt zu fördern und sie auf ihrem Weg nach oben
zu begleiten.

"Wichtig ist, notwendige Rahmenbedingungen zu schaffen, vor allem
in Hinblick auf flexible Kinderbetreuung" so Fürntrath-Moretti. Zwar
seien die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuung sowie die
Einführung des einkommensabhängigen Kindergeldes Meilensteine
gewesen, jedoch bestehe bei der Qualität der Kinderbetreuung in
Österreich klarer Aufholbedarf.

Frauen sind in vielen Bereichen ganz klar auf der Überholspur:
Sowohl die Zahl der Unternehmerinnen als auch die Zahl der
unselbständig tätigen Frauen sowie die Frauenerwerbsquote insgesamt
sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. "Der Anteil der
Gründerinnen ist geradezu explodiert", so Fürntrath-Moretti.
Entfielen 1997 insgesamt 27,1 % der Gründungen auf Frauen, so
stellten die Gründerinnen 2009 mit einem Anteil von 40,6 % einen
neuen Rekord auf. Heutzutage sind bereits mehr als 37,5 % aller
Unternehmen in weiblicher Hand.

Fürntrath-Moretti abschließend: "Für jede Frau müssen die
Rahmenbedingungen stimmen, um Job und Familie bestmöglich zu
vereinen. Kann eine Frau die Frage danach nicht mit einem eindeutigen
Ja beantworten, besteht ein Hindernis in der Karriereplanung. Und die
Politik ist gefordert, diese Hindernisse aus dem Weg zu schaffen
anstatt über eine Quotenplanung nachzudenken." (us)

Rückfragehinweis:
Frau in der Wirtschaft
Mag. Veronika Weinbergmair
Wiedner Hauptstraße 63
1040 Wien
05 90 900 30 16

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