• 16.03.2010, 10:13:08
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Lückenlose Aufklärung, Transparenz und pädagogische Reformen

Die Katholische Jungschar fordert breite Maßnahmensetzung gegen Gewalt an Kindern in pädagogischen Einrichtungen

Wien (OTS) - Die zahlreichen Fälle von sexueller Gewalt in
pädagogischen Einrichtungen erzwingen laut der größten
österreichischen Kinderorganisation, der Katholischen Jungschar,
nicht nur eine lückenlose Aufklärung und juristische Verfolgung. "Um
Übergriffe auf Kinder und Jugendliche zu verhindern, muss in jeder
Einrichtung Transparenz im Team und bei den pädagogischen Methoden an
oberster Stelle stehen. Der sensible Umgang mit Nähe und Distanz,
genauso wie die Reflexion der eigenen sexuellen Reife, sollten in
jedem pädagogischen Zusammenhang ein zentraler Auftrag sein", erklärt
Stefan C. Leitner, Bundesvorsitzender der Katholischen Jungschar.

"Jede Form von Übergriff, sei es körperlicher oder psychischer
Natur, ist ein Übergriff zu viel. Erwachsene müssen sich im Umgang
mit Kindern sehr reflektiert verhalten und sich ihrer Verantwortung
gegenüber dem Wohlergehen und der geglückten Entwicklung der Kinder
bewusst sein. Das erfordert ständige Auseinandersetzung mit sich
selbst, Weiterbildungen und Supervision in Arbeitszusammenhängen",
führt Leitner weiter aus. Ein wichtiger Punkt für die Katholische
Jungschar ist zwar die Stärkung des Widerstandes von Kindern und
Jugendlichen gegen gewalttätige Übergriffe. Allerdings liegt es nicht
an den Kindern, Grenzen zu ziehen, sondern Erwachsene müssen die
Grenzen von Kindern und Jugendlichen achten und sie ermutigen, diese
zu verteidigen.

Die Katholische Jungschar begrüßt die Einrichtung von kirchlichen
Ombudsstellen in jedem Bundesland, gleichzeitig müssen aber alle
weiteren Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche in
Krisensituationen wie zum Beispiel "Rat auf Draht" ausgebaut werden.
Außerdem bedarf es einer massiven Erweiterung von Therapieplätzen auf
Krankenschein für Opfer von Gewaltübergriffen.

Mehr zur Position der Katholischen Jungschar gegen sexuelle Gewalt
findet sich im gleichnamigen Positionspapier:
http://www.jungschar.at/index.php?id=192&L=3

Rückfragehinweis:

Linda Kreuzer
   Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Gesellschaftspolitik 
   Telefon +43/1/4810998/15
   mobil: +43/676 / 88011 1000 
   [email protected]
   www.jungschar.at

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