OTS0071 / 16.03.2010 / 10:00 / Channel: Chronik / Aussender: Kuratorium für Verkehrssicherheit
Stichworte: Gurt / Sicherheit / Straße / Unfälle / Verkehr


Gurtpflicht auf Rücksitzen findet wenig Beachtung

Utl.: 90 Prozent aller Kfz-Lenker legen einen Sicherheitsgurt an, Mitfahrer in den hinteren Sitzreihen sind sich dieser Pflicht deutlich seltener bewusst. =


   Wien (OTS) - Die Gurtanlegequoten haben sich in den letzten Jahren
signifikant erhöht - das ist die erfreuliche Erkenntnis der Gurt- und
Kindersitzerhebungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).
Jährlich erhebt das KfV österreichweit wie viel Prozent der Lenker,
Beifahrer, Mitfahrer auf den Rücksitzen angegurtet sind. 2009 wurden
rund 33.000 Kfz-Insassen beobachtet. Das Ergebnis: Neun von zehn
Lenkern (89 %) und eben so viele Beifahrer legten einen
Sicherheitsgurt an. Im langjährigen Vergleich sind die
Gurtanlegequoten stets gestiegen. 1993, als die Erhebungen begannen,
waren noch weniger als 60 Prozent aller Lenker angegurtet. Im Vorjahr
ist die Quote im Vergleich zu 2008 von knapp 88 Prozent auf 89
Prozent erfreulicherweise erneut angestiegen. Unter den Mitfahrern
auf den Rücksitzen ist das Gefahrenbewusstsein schon deutlich
geringer: Weniger als zwei Drittel (65 %) waren angeschnallt. Diese
Ziffer hat sich in den letzten Jahren kaum verbessert. 2002 lag die
Quote bereits bei 62 Prozent, 2008 waren es knapp 66 Prozent. "Nicht
angeschnallte Mitfahrer gefährden im Falle eines Unfalls nicht nur
sich selbst, sondern auch die Passagiere in der Vorderreihe, wenn sie
bei einem Unfall oder einer ruckartigen Bremsung nach vorne
geschleudert werden. Die Gurtpflicht gilt gesetzlich in hinteren
Sitzreihen genau so wie vorne", erklärt Dr. Othmar Thann, Direktor
des KfV. 
Größere Gefahr
Die Ziffer von rund zehn Prozent Gurtverweigerern unter den Lenkern
ist aber bedenklich, denn Gurtverweigerer setzen sich einem hohen
Risiko aus. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre (2004 bis 2008)
wurden jährlich rund 130 PKW-Lenker ohne Gurt getötet und etwa 1.500
verletzt. Während in diesem Zeitraum knapp ein Prozent aller
verunglückten angegurteten PKW-Lenker an den Unfallfolgen starben,
waren es bei den nicht angegurteten acht Prozent. Rund 21 Prozent
aller nichtangegurteten PKW-Lenker haben sich schwer verletzt, unter
den angegurteten waren es sieben Prozent, also signifikant weniger.
"Diese Zahlen beweisen deutlich, wie sehr der Sicherheitsgurt alle
Unfallbeteiligten schützt. Viele der tödlich verunglückten Lenker und
Beifahrer wären heute noch am Leben, hätten sie sich angeschnallt",
sagt Thann. 
Rückfragehinweis:
   Kuratorium für Verkehrssicherheit, Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit 
   Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
   Tel.: 05 77 0 77-1906
   elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
   www.kfv.at
	
							
												
							
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OTS0071    2010-03-16/10:00
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KVS0001 0360