• 16.03.2010, 08:57:52
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VIER PFOTEN klagt an: illegale Tierquälerei als UNESCO-Kulturerbe!

Die österreichische UNESCO-Kommission beschmutzt den Ruf der UNESCO

Wien (OTS) - Dr. Eva Nowotny, Präsidentin von UNESCO Österreich,
erklärte kürzlich unter anderem den illegalen Singvogelfang im
Salzkammergut und die Falknerei zum Weltkulturerbe. Selbst die
Herstellung von Jagdwaffen der "Ferlacher Büchsenmacher" wurde zu
selbigem erklärt.

VIER PFOTEN kritisiert diese tierverachtenden Praktiken:

Der Singvogelfang verursacht unausweichlich Tierqual und ist
deshalb seit 2005 durch das Tierschutzgesetz verboten: wild lebende
Singvögel werden unter hohem Verletzungsrisiko mit Fallen gefangen,
um meist erst Monate später auf Ausstellungen in kleinen Käfigen
präsentiert zu werden. Viele dieser Vögel werden nie wieder
freigelassen. Sie müssen ihr Leben als Lockvögel für den Fang
weiterer Vögel hinter Gitter fristen. Johanna Stadler,
Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, wundert sich: "Wie kann die UNESCO
etwas schützen, was gesetzlich verboten und obendrein Tierquälerei
höchsten Grades ist?"

Die Falknerei, auch Beizjagd genannt, ist nicht nur eine
tierquälerische Jagdform, man stellt die zur Jagd "verwendeten"
Greifvögel auch aus. Durch Futterentzug konditioniert man die Tiere
und sperrt sie nach deren Vorführung bei so genannten
Greifvogel-Shows in Dunkelhaft. Damit die Vögel diese Haltung an der
Kette ertragen können, verbringen sie einen Großteil der Zeit unter
Hauben, die ihre Augen verdecken. Die Tiere befinden sich Zeit ihres
Lebens in unnatürlicher Umgebung und verlernen ihre natürlichen
Verhaltensformen. Stadler betont: "Falken, Adler und Habichte haben
in Menschenhand nichts verloren! Es ist grausam was der Mensch mit
diesen hoch sensiblen Tieren anstellt!"

Die UNESCO erklärt, das Ziel der Weltkulturerbe-Aktion sei der
Aufbau einer Wissensgesellschaft, die auf Wissenstransfer unter
Einbeziehung aller soziokulturellen und ethischen Dimensionen
nachhaltiger Entwicklung beruht. Das Programm würde darauf abzielen
universelle ethische, rechtliche und gesellschaftliche Standards zu
setzen. VIER PFOTEN spricht sich vehement gegen die Verharmlosung von
Tierqual unter dem Deckmantel einer "Wissensgesellschaft" aus.
Johanna Stadler betont: "Es ist uns ein Rätsel, wie ausgerechnet
rücksichtslose Methoden wie Singvogelfang und tierquälerische
Jagdpraktiken bei einer nachhaltigen Entwicklung oder bei der
Etablierung von ethisch hohen Standards helfen können sollten."

VIER PFOTEN hat UNESCO Österreich um Übermittlung der Richtlinien
für eine Erklärung zum Weltkulturerbe gebeten. Diese Anfrage wurde
bisher ignoriert. VIER PFOTEN fordert, keine tierquälerischen
Techniken zum Weltkulturerbe zu erklären - "Nicht Tierqual, sondern
Tierschutz verdient einen nachhaltigen Einzug in die
Wissensgesellschaft", erklärt Stadler. UNESCO wird von der
Tierschutzstiftung aufgefordert, die Auszeichnungen unverzüglich
rückgängig zu machen.

Rückfragehinweis:

Mag. Nunu Kaller
   Press Office Austria
   Tel: +43-1-545 50 20-66       
   Mobile: +43 664 308 63 03
   Fax: +43 1 545 50 20-99
   mailto:[email protected]

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