Wien (OTS) - Bundeskanzler Faymann empfing heute den neuen
kroatischen Präsidenten Ivo Josipovic im Rahmen eines
Österreichbesuches im Bundeskanzleramt. Im Mittelpunkt des Gespräches
standen Fragen der Europäischen Politik, Kroatiens Wunsch nach einem
raschen Beitritt zur Europäischen Union sowie die allgemeine
Wirtschaftslage, insbesondere die Situation Griechenlands.
"Österreich unterstützt den raschen EU-Beitritt Kroatiens. Unsere
beiden Länder teilen nicht zuletzt aufgrund der starken
wirtschaftlichen Verflechtung gemeinsame Interessen, denn Österreich
ist der wichtigste Auslandsinvestor in Kroatien", so der
Bundeskanzler.
Faymann wies darauf hin, dass alle im Vertrag vorgesehenen
Bedingungen für einen EU-Betritt erfüllt werden müssten. Beide Seiten
stimmten darin überein, dass Kroatien noch einigen Reformbedarf habe.
Insbesondere gelte es, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken.
Zur Causa der Hypo Alpe Adria erklärte der Bundeskanzler, dass sich
Österreich dafür entschieden habe, die Hypo als "systemrelevante"
Bank mit staatlichen Mitteln zu unterstützen. Derzeit seien
Untersuchungen im Gange, um die Ursachen für die Verluste der Bank zu
ermitteln. Präsident Josipovic betonte das Interesse Kroatiens an der
Aufklärung. Man wolle erfahren, ob sich in Kroatien gesetzwidrige
Vorgehensweisen nachweisen ließen.
Rückfragehinweis:
Pressesprecher des Bundeskanzlers
Mag. Leo Szemeliker
Tel.: (01) 531 15 - 2090, 0664/282 25 00
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