- 14.03.2010, 12:00:16
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Österreichs Wirtschaft mit robustem Wachstum zu Jahresbeginn 2010
Ergebnisse des OeNB-Konjunkturindikators vom März 2010
Wien (OTS) - Die österreichische Wirtschaft dürfte sich im ersten
Halbjahr 2010 robust entwickeln. Gemäß den aktuellen Ergebnissen des
OeNB-Konjunkturindikators ist für die ersten beiden Quartale 2010 mit
einem Wachstum des realen BIP von jeweils 0,5% (saison- und
arbeitstägig bereinigt, im Vergleich zum Vorquartal) zu rechnen.
Damit wird sich die österreichische Wirtschaft weiterhin auf dem
Wachstumspfad bewegen, auf den sie im dritten Quartal 2009
eingeschwenkt ist.
"Die von uns zur Berechnung verwendeten Vorlaufindikatoren sind
mehrheitlich klar nach oben gerichtet und zeigen eine robuste
Konjunkturentwicklung an. Bei einer Fortsetzung dieser Dynamik im
zweiten Halbjahr ist für das Gesamtjahr 2010 mit einem Wachstum von
rund 1,5% zu rechnen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich
das Wirtschaftswachstum gegen Jahresende mit dem Abklingen von
temporären Wachstumsfaktoren spürbar verlangsamen könnte", so
OeNB-Gouverneur Nowotny zu den Konjunkturaussichten. Gegenüber der
letzten Veröffentlichung des Konjunkturindikators vom Jänner 2010
blieb die Wachstumsprognose für das erste Quartal 2010 unverändert.
Das Wachstum der österreichischen Wirtschaft wurde im vierten Quartal
2009 von zwei Faktoren getrieben. Die österreichischen Unternehmen
bauten ihre Lagerbestände, die sie im Verlauf der Krise abgebaut
hatten, wieder auf. Darüber hinaus entwickelten sich die Exporte
aufgrund der anziehenden internationalen Konjunktur dynamisch. Diese
Entwicklung hat in den ersten beiden Monaten dieses Jahres
angehalten. Darauf deuten die Ergebnisse des auf
LKW-Fahrleistungsdaten der ASFINAG basierenden OeNB-Exportindikators
hin. Dabei profitieren die österreichischen Exporteure sowohl vom
sinkenden Außenwert des Euro als auch von einer besseren
Auftragslage. Die gesamten Auftragseingänge, die im Verlauf der Krise
um rund 30% eingebrochen sind, haben mittlerweile die Hälfte dieses
Rückgangs wieder wettmachen können. Zuletzt überraschten vor allem
die Auslandsaufträge positiv.
Die Investitionstätigkeit hat sich in allen vier Quartalen 2009
rückläufig entwickelt und damit das Wachstum gedämpft. Da die
vorhandenen Produktionskapazitäten nach wie vor schwach ausgelastet
sind, ist von den Ausrüstungsinvestitionen kurzfristig kein
konjunktureller Impuls zu erwarten. Der private Konsum, der sich
bisher - wenn auch auf mit niedrigen Wachstumsraten - relativ stabil
entwickelte, wird in den nächsten Quartalen keine wesentliche
Konjunkturstütze darstellen können. Die gestiegene Arbeitslosigkeit
und die konjunkturell bedingt niedrigen Lohnabschlüsse für das Jahr
2010 sprechen für eine schwache Konsumdynamik im ersten Halbjahr
2010.
Die nächste Veröffentlichung des OeNB-Konjunkturindikators ist für
Juli 2010 vorgesehen.
Herausgeber:
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