- 13.03.2010, 10:14:20
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"Bologna Reloaded": Ohne die nötigen Rahmenbedingungen erneut zum Scheitern verurteilt
Studierende fordern Einbeziehung aller Betroffenen
Wien (OTS) - Wir begrüßen, dass zahlreiche Probleme endlich auch
von der Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung erkannt
wurden. Die Vorhaben sind ohne die nötigen Rahmenbedingungen jedoch
zum Scheitern verurteilt.
Die Miteinbeziehung aller Betroffenen ist unabdingbar
Der Großteil der Probleme ist dadurch entstanden, dass die
Einführung des Bachelors und Masters unter Zwang, großem Zeitdruck
und ohne ausreichende Finanzierung von Ministerium und Rektoraten
durchgesetzt wurden. Diese Fehler dürfen nicht wiederholt werden.
Autoritäre Entscheidungen führten zu großen Problemen
Der Druck, der durch das Rektorat auf den Senat und die
Curricular- und Studienkommissionen ausgeübt wurde (Androhung von
Personal-Kürzungen etc.), hatte viele katastrophale Folgen für den
tertiären Bildungssektor. Die Entscheidungen dürfen nicht an den
persönlichen Interessen von Einzelpersonen scheitern. Eine Stärkung
der demokratischen Strukturen ist unbedingt notwendig. Das Rektorat
muss wieder, wie vor dem UG 2002, von einer großen
Universitätsversammlung gewählt werden und nicht durch neun
VertreterInnen aus großteils universitätsfernen Bereichen, von denen
vier sogar vom Ministerium selbst bestellt werden.
Die Studierenden waren immer wieder die treibende Kraft, die eine
Diskussion sowohl innerhalb der Universitäten, als auch in der
Öffentlichkeit anregten. Dieses Engagement muss sich in einer
dementsprechenden Einbeziehung der Studierenden widerspiegeln.
Rückfragehinweis:
AG Mittwoch
mailto:[email protected]
Tel.: 0680/1320834
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