• 12.03.2010, 13:42:46
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"Kirche lebt in Pfarrgemeinden - oder sie wird nicht mehr leben"

Wien, 12.03.10 (KAP) Einen "Weckruf" an die Pfarren und Gemeinden zu
einem neuen "pfingstlichen Aufbruch" bildeten am Freitagvormittag
die persönlichen Zeugnisse bei der Wiener Diözesanversammlung im
Stephansdom. Dabei wurde die Bedeutung der Pfarrgemeinden für die
Kirche deutlich. "Kirche lebt in Gemeinden - oder sie wird nicht
mehr leben", so der Appell von Pfarrer Wolfgang Picken, der in Bonn
aus einer im Niedergang begriffenen Pfarre eine "Gemeinde im
Aufbruch" geformt hat. Es gelte, gerade in Zeiten, in denen
Strukturen zurückgebaut werden und der Rotstift vorherrsche,
"antizyklisch" zu denken und zu investieren.

Auch Kardinal Christoph Schönborn hatte schon am
Donnerstagnachmittag die Sorge über die Zukunft der Pfarrgemeinden
in den Mittelpunkt gestellt. Er erlebe bei seinen vielen
Pfarrbesuchen zugleich große Lebendigkeit und große Not, sagte der
Wiener Erzbischof: "Bei allen Problemen sind die Pfarrgemeinden
meine große Hoffnung, und ich bin überzeugt, dass sie Zukunft
haben." Strukturfragen seien allerdings offen.

Von einem erfolgreichen Pfarrmissionsprojekt in Kremsmünster
berichtete bei der Diözesanversammlung die Pfarrgemeinderats-Obfrau
Elisabeth Heinisch. 1998 hat sie in der Gemeinde Kremsmünster unter
dem Motto "Zu den Menschen gehen" mit über 60 externen Missionaren
"Tage der Mission" durchgeführt. "Es ist nicht unsere Aufgabe,
Menschen 'katholisch zu machen', sondern ihnen offen zu begegnen",
so Heinisch. Damals geschah dies u. a. durch Gasthausgespräche,
Begegnungen an öffentlichen Plätzen, Gesprächsrunden in Schulen und
Kindergärten.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) hkl/

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