- 12.03.2010, 12:58:15
- /
- OTS0160 OTW0160
Präs. Andrea Gottweis: Familienbund fordert Verlängerung der Verjährungsfrist bei Missbrauchsfällen
Vertrauensbildende Maßnahmen notwendig
St. Pölten (OTS) - Der Familienbund ist erschüttert über die
grauenvollen Missbrauchsfälle in Schulen, Internaten und Vereinen,
sagte heute die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes LAbg.
Andrea Gottweis. Viele Eltern seien sehr besorgt und haben das
Vertrauen in Institutionen, denen sie ihre Kinder im guten Glauben
übergeben, verloren. Diese Entwicklung sei sehr besorgniserregend und
müsse durch eine Reihe von Maßnahmen gestoppt werden, betonte die
Familienbund-Präsidentin.
Kindesmissbrauch ist ein verabscheuungswürdiges Verbrechen, das
strafrechtlich verfolgt werden muss, egal wer es begangen hat. Bei
Kindesmissbrauch werden Kinderseelen so zerstört, dass die Menschen
ein Leben lang darunter leiden. Es kann daher keine Verjährungsfrist
geben. Der Familienbund fordert auch die Ausschöpfung des
vorgesehenen Strafrahmens und eine verpflichtende Therapie für den
Täter, die sich nicht auf Pseudositzungen beschränken darf.
Abschließend fordert der Familienbund vertrauensbildende
Maßnahmen, da das Vertrauen der Eltern im Moment schwer erschüttert
sei. Dies seien in erster Linie die Gewissheit, dass Kindesmissbrauch
bei allen Straftätern mit hohen Gefängnisstrafen geahndet wird und
die Sicherheit, dass derartige Greueltaten nicht verjähren können.
Rückfragehinweis:
Alice Pitzinger-Ryba, Tel.:0676 528 15 85
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FAM






