• 12.03.2010, 12:56:33
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  • OTS0159 OTW0159

Wohnbauförderung, Gemeinnützigkeit und gesichertes reguliertes Mietwohnungswesen sind wirksames Mittel gegen Immobilienkrisen

Gemeinnützige weisen Kritik der Immobilientreuhänder an Wohnbauförderung und Gemeinnützigkeit zurück

Wien (OTS) - In ihrer Replik auf die Forderungen der
Arbeiterkammer bzw. des Wiener Wohnbaustadtrates nach einer Senkung
der Maklergebühren versteigen sich die Immobilientreuhänder zu
bemerkenswerten Aussagen: So wird der hohe Stellenwert des
geförderten Wohnbaus in Wien als "bedenkliche Entwicklung"
qualifiziert, gemeinnütziger und geförderter Wohnbau als einer
Demokratie nicht würdigen "quasi Verstaatlichung" interpretiert.

Das Erstaunlichste an diesen Aussagen ist abseits der tiefen,
unqualifizierten Polemik für Karl Wurm, Obmann des Verbandes
gemeinnütziger Bauvereinigungen, die damit dokumentierte
besorgniserregende Fehleinschätzung der Wirkungszusammenhänge auf den
Wohnungsmärkten. In allen jenen Ländern, in denen die von den
Immobilientreuhändern kritisierten Elemente fehlen und in denen
allein die Marktinteressen dominieren, ist es zu massiven Krisen auf
den Immobilienmärkten mit allen bekannten negativen Folgewirkungen
gekommen - während Österreich mit seinem regulierten und geförderten
Wohnungswesen davon weitgehend verschont geblieben ist. Mehrere
wissenschaftliche Studien haben diese Zusammenhänge mittlerweile
analysiert. Gerade Wien ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, dass
wohnungspolitische Zielsetzungen durch die Wohnbauförderung in
Verbindung mit marktwirtschaftlichen Grundsätzen - umgesetzt in
Wettbewerben - nachhaltigen Nutzen für die Bevölkerung bringen.
Gemeinnützige aber auch Teile der gewerblichen Bauträger arbeiten an
dieser täglichen Herausforderung, wie die Praxis zeigt, aktiv und
erfolgreich mit.

"Anstatt ständig zu versuchen, diese für ausnahmslos alle Akteure
positiven Elemente anzugreifen, sollte die gewerbliche
Immobilienwirtschaft endlich auch die eigene Funktion in diesem
System selbstkritisch reflektieren und die entsprechenden Schlüsse
ziehen. Denn ein konsumentenfreundlich orientiertes Mietwohnungswesen
- einschließlich des privaten und gewerblichen Segments - trägt
ebenfalls zu einer Stabilisierung auf dem Immobilienmarkt bei", meint
Verbandsobmann Wurm abschließend.

Rückfragehinweis:
Mag. Karl Wurm
Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
Tel.: 1/ 401 09 / 10 DW

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