OTS0147 / 12.03.2010 / 12:40 / Channel: Chronik / Aussender: Österreichische Ärztekammer
Stichworte: Gesundheit / Patienten / SVA / Soziales / Versicherungen / Ärzte


SVA: Bundesschiedskommission verlängert Vertrag um knapp drei Monate

Utl.: Kurienobmann Wawrowsky: "Noch ist Zeit, zu einem gütlichen Vertrag mit den Ärzten zu kommen" =


   Wien (OTS) - Die Bundesschiedskommission hat heute beschlossen,
den Gesamtvertrag der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) mit der
Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) um knapp drei
Monate zu verlängern. Das bedeutet, dass eine eventuelle
vertragsfreie Zeit mit 1. Juni eintritt. Mit der Verlängerung soll
den Verhandlungspartnern die Möglichkeit gegeben werden, weitere
Gespräche zu führen. "Wir Ärztinnen und Ärzte stehen jederzeit für
neue Verhandlungsrunden zur Verfügung. Wir haben der SVA bereits in
der Vorwoche vier neue mögliche Termine zur Auswahl übermittelt. Die
Bundeskurie ist gesprächsbereit", erklärte der Obmann der Bundeskurie
Niedergelassene Ärzte und ÖÄK-Vizepräsident Dr. Günther Wawrowsky
Freitag in einer Aussendung. 
In weiterer Folge müsse es nun darum gehen, einen neuen Gesamtvertrag
mit deutlichen Leistungsverbesserungen für die Patienten
abzuschließen, folgerte Wawrowsky. Unter anderem müssten die
zuwendungsorientierten medizinischen Leistungen für die Patienten
erweitert und Gruppenpraxen endlich auch für SVA-Versicherte geöffnet
werden.  Dabei komme es vor allem auf das "Wie" an. Wawrowsky: "Es
ist klar, dass ein langfristiges Zurückfahren der Leistungen nicht im
Sinn der SVA-Versicherten sein kann. Denn auch bei den Patienten der
gewerblichen Wirtschaft wächst die Morbidität und Lebenserwartung." 
Eine vertragsfreie Zeit sei im Falle des Scheiterns der Gespräche
"eine klare Option", betonte der Bundeskurienobmann. Der
Gesamtvertrag war von der Bundeskurie gekündigt worden, nachdem der
SVA-Vorstand im vergangenen Herbst überraschend einen schon zwischen
SVA- und Ärzte-Verhandlern vereinbarten neuen Vertragsentwurf
verworfen und an neue, weitreichende Bedingungen geknüpft hatte.
Durch das zurückliegende fünfjährige Honorarmoratorium hatten die
SVA-Vertragsärzte zur Kostendämpfung der SVA mit einem Volumen von
rund 38 Millionen Euro beigetragen. (bm)
Rückfragehinweis:
   Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
   Dipl.-Journ. Birgit Merz
   Tel.: (++43-1) 513 18 33-45
   Mail: b.merz@aerztekammer.at
	
							
												
							
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0147    2010-03-12/12:40
121240 Mär 10
NAE0001 0284