• 12.03.2010, 10:38:59
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  • OTS0073 OTW0073

Industrie: Bologna-Prozess ohne Alternative

IV Riemer: Studienreform weit vorangeschritten, Nachjustierungen aber notwendig - Ziele der Bologna-Reform Vorteil auch für Studierende

Wien (OTS/PdI) - "Die Industriellenvereinigung (IV) bekennt sich
ebenso wie der europäische Arbeitgeber-Dachverband BUSINESSEUROPE zum
Bologna-Prozess und seinen Zielen", betonte Dr. Gerhard Riemer,
IV-Bereichsleiter Bildung, Innovation & Forschung heute, Freitag. "In
einem zusammenwachsenden Europa gibt es keine Alternative zum Bemühen
um besserer Mobilität der Studierenden, um bessere Vergleichbarkeit
der Inhalte und Anerkennung der Abschlüsse." Der Umsetzungsprozess
gehe gut voran, auch wenn die Kritik teilweise berechtigt sei, so
Riemer: "Sicherlich werden hier und dort weitere Nachjustierungen
unumgänglich sein." Erfreulicherweise sei die Studienreform zwar weit
vorangeschritten, nun müsse aber noch die inhaltliche Neugestaltung
der Studiengänge folgen. Eine solche Neugestaltung könne "nur im
Miteinander von Universitäten, Wirtschaft und Studierenden erfolgen",
so Riemer.

Das wichtigste Ziel des Bologna-Prozesses sei es, die
Beschäftigungschancen der Absolventinnen und Absolventen zu sichern
und zu stärken. Damit sei jedoch keine reine und unmittelbare
Beschäftigbarkeit gemeint, sondern ein Paket an Wissen, Fähigkeiten
und Kompetenzen. "Wenn es uns gelingt, Employability erfolgreich als
Studienziel zu verankern, wird sich das in Erfolgen der
Absolventinnen und Absolventen am Arbeitsmarkt zeigen", betonte
Riemer. Dies sei im Interesse der Studierenden, der Hochschulen und
der Wirtschaft. Richtig gemacht sei ein Gelingen der Bologna-Reform
somit auch im ureigensten Interesse der Studentinnen und Studenten.

Um Employability zu gewährleisten, müssten Vertreter der
Berufspraxis in die Qualitätssicherung eingebunden werden, forderte
Riemer: "Dies ist eine zentrale Bedingung für eine umfassende
Qualitätssicherung der Studiengänge im gesamten Europäischen
Hochschulraum und für die Akzeptanz der Ergebnisse in der
Wirtschaft." Das Ziel der IV und von BUSINESSEUROPE, eine
vertrauensvolle und produktive Zusammenarbeit von Hochschulen und
Wirtschaft zu erreichen stehe dabei "nicht im Widerspruch zur
notwendigen und berechtigten Autonomie der Hochschulen, sondern ist
ein Zeichen ihrer Offenheit und Verantwortung gegenüber ihren
Stakeholdern."

Rückfragehinweis:
IV-Newsroom
Tel.: +43 (1) 711 35-2306
mailto:[email protected]
www.iv-net.at/medien

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