Wien (OTS) - Seit 10. September 2009 gilt die gesetzliche
Berufskraftfahrer-Weiterbildung für Lkw-Fahrer. Damit müssen
Lkw-Fahrer innerhalb von fünf Jahren insgesamt 35 Stunden
Weiterbildung in den Bereichen Fahrtechnik, wirtschaftliche
Fahrweise, Ladungssicherung, Umweltsicherheit und
Gesundheit/Ergonomie verpflichtend absolvieren. Was damit gesetzlich
geregelt ist, machen viele Firmen in ähnlicher Form schon lange auf
freiwilliger Basis. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. REWE
International AG lässt seine Lkw-Fahrer seit elf Jahren (1999) beim
ÖAMTC in Fahrtechnik und wirtschaftlichem Fahren coachen.
"Durch die Fahrtechnik- und Spritfahrtrainings konnte - neben
einer Reduktion der Unfälle um knapp 50 Prozent in elf Jahren - der
Kraftstoffverbrauch deutlich verringert werden. Das
Einsparungspotenzial liegt zwischen zwei bis drei Litern pro 100 km
bzw. einer halben Million Liter Diesel pro Jahr. Das trägt dazu bei,
dass wir eines unserer Nachhaltigkeitsziele erreichen: die Reduktion
unseres CO2-Ausstoßes im Sektor Mobilität um sieben Prozent bis zum
Jahr 2012", erklärt Werner Wutscher, Vorstand der REWE International
AG. Aufgrund der guten Erfahrungen im Lkw-Bereich werden die
Maßnahmen bei REWE seit 2008 auch im Pkw-Bereich umgesetzt. Neben
aktuell etwa 600 Lkw-Fahrern haben bis dato rund 250
Firmen-Pkw-Fahrer das Spritspar- und Fahrtechniktraining beim ÖAMTC
absolviert. Bis zum Jahr 2012 soll jeder Fahrer zumindest einmal an
einem Spritspartraining teilgenommen haben.
Zwtl.: ÖAMTC-Umfrage zur Berufskraftfahrer-Weiterbildung zeigt, große
Unternehmen sind besser informiert
Fahrtechnik und wirtschaftliches Fahren sind zwei wesentliche
Bestandteile der aktuellen Berufskraftfahrer-Aus- und Weiterbildung.
Das Wissen um die Verordnung ist aber sehr unterschiedlich. Der ÖAMTC
hat bei 150 betroffenen Firmen in Österreich nachgefragt, ob und wie
gut sie die neue Verordnung kennen, welche Wünsche es für die
Gestaltung der Kurse gibt und wo Optimierungsbedarf besteht.
"Oberflächlich ist der Wissensstand über die neue
Weiterbildungsverordnung hoch, wobei größere Unternehmen besser
informiert sind als kleine. Fragt man aber genau nach, so zeigen sich
etliche Lücken - und zwar in allen Bereichen", erklärt Gerhard
Blümel, Leiter der ÖAMTC-Fahrerakademie.
Zwtl.: Firmen bevorzugen praxisnahe Trainings nahe der Firma
Bei der Gestaltung der Kurse ist es aus der Sicht nahezu aller
Unternehmen unabdingbar, dass die Trainings praxisnah gestaltet sind.
"94 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass man nur das wirklich
verstehen und umsetzen kann, was man in der Praxis gesehen und geübt
hat. Sie fordern praxisnahe Kurse für ihre Fahrer", erklärt der
Leiter der ÖAMTC-Fahrerakademie. Bevorzugt werden daher individuell
auf die eigene Firma zugeschnittene Trainings gegenüber allgemeinen,
standardisierten Kursen. Außerdem gewünscht werden
Weiterbildungsmöglichkeiten am Wochenende, die im näheren Umkreis der
Firmen - maximal eine Stunde Fahrzeit entfernt - stattfinden. In
diesem Zusammenhang fordern vier von fünf Unternehmern Ausnahmen vom
Wochenendfahrverbot für Kursbesucher sowie von den gesetzlich
vorgeschriebenen Ruhezeiten.
REWE International AG ist einer von vielen Kunden der
ÖAMTC-Fahrerakademie, die von der Wirtschaftlichkeit und der
nachhaltigen Wirkung für die Umwelt der Weiterbildungen überzeugt
sind. "Die Investitionen in praxisorientierte Ausbildungen rechnen
sich schon nach kurzer Zeit", bestätigt auch Blümel. Zu Großkunden
der ÖAMTC-Fahrakademie zählen neben REWE International AG u.a. auch
Brau Union AG, SPAR AG, Hödlmayr, Air Liquide, Shell, Fachverband der
Abfall- und Abwasserwirtschaft, VOEB, Wirtschaftskammer NÖ, VOLVO
Trucks, BP, Blaguss, Wiener Linien, MAN, Post und ÖBB.
Informationen zur Berufskraftfahrer-Weiterbildung gibt es online
unter www.oeamtc.at/berufskraftfahrerweiterbildung .
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Dagmar Halwachs, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, pressestelle@oeamtc.at, http://www.oeamtc.at
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