- 11.03.2010, 15:36:25
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Abt von Kremsmünster: "Sind volle Aufklärung schuldig"
Linz, 11.03.10 (KAP) Um die aktuellen Missbrauchsvorwürfe gegen drei
Patres des Stiftes Kremsmünster aufzuklären, sucht das Stift die
enge Zusammenarbeit mit der Diözese Linz und staatlichen Stellen.
"Eine vollständige Aufklärung der Vorwürfe sind wir den Mitbrüdern
und der Öffentlichkeit schuldig", betonte Abt Ambros Ebhart am
Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Stift. Er sei in den letzten
beiden Tagen von fünf Personen mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert
worden und werde bei der Aufklärung mit staatlichen und diözesanen
Stellen gleichermaßen zusammenarbeiten, so Abt Ambros. Man werde die
diözesane Kommission gegen Missbrauch und Gewalt mit sämtlichen
Vorwürfen befassen und deren Empfehlungen umsetzen.
"Ich bedaure es sehr, dass Menschen in unseren Einrichtungen solche
Gewalterfahrungen machen mussten", so der Abt. Die Vorwürfe
betreffen sowohl gewalttätige Übergriffe als auch sexuellen
Missbrauch an ehemaligen Schülern des zum Stift gehörenden
Internats. In der aktuellen Ausgabe der "Oberösterreichischen
Nachrichten" (OÖN) hatte ein ehemaliger Internats-Zögling zuvor
bereits drei Patres des Stiftes beschuldigt, in den 1980er-Jahren
Schüler geschlagen und sexuell missbraucht zu haben.
Wie Abt Ambros weiters betonte, wird sich die diözesane Kommission
gegen Missbrauch und Gewalt mit den Vorwürfen befassen. Bis die
Vorwürfe geklärt sind, seien die beschuldigten Mitbrüder - alle drei
sind bereits über 75 Jahre alt - ihrer Ämter und Aufgaben enthoben
worden.
Der Abt warnte vor "Pauschalverurteilungen"; er könne freilich nicht
garantieren, dass nicht noch weitere Fälle bekannt würden: "Meine
Hand ins Feuer legen kann ich nicht."
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