- 11.03.2010, 13:16:50
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Belakowitsch-Jenewein zu U6-Trasse: Sozialprojekt statt Prestigeobjekt!
Schicker will sich nur selbst ein Denkmal setzen
Wien (OTS/fpd) - Es sei ein Skandal der Sonderklasse, wenn sich
Stadtrat Schicker tatsächlich jetzt erdreistet, irgendwelche
Prestigebauprojekte entlang des Gürtels zu planen, um sich selbst ein
Denkmal zu setzen. In Zeiten einer Wirtschaftskrise, wo die
Arbeitslosenquote in schwindelnde Höhen steigt und bereits viele
Menschen gezwungen sind, in Soma-Märkten zu billigstem Giftkäse zu
greifen, irgendwelche "schwebenden Erlebnisräume" in Ottakring
errichten zu wollen, sei an Impertinenz nicht zu überbieten. Eiskalt,
wie die derzeitigen Außentemperaturen peitschen die Stadt- und
Bezirksroten ihre unnützen, millionenteuren Projekte durch, während
so mancher Ottakringer einzig auf ein baldiges Ende des
Schneegestöbers hofft, weil eine Verlängerung der Heizperiode ein
weiteres Loch in seine Geldbörse reißen würde, so ihm die Stadt Wien
die Heizung nicht bereits abgedreht hat, kritisiert heute die
Bezirksparteiobfrau der FPÖ-Ottakring, NAbg. Dr. Dagmar
Belakowitsch-Jenewein.
Wahnwitzig sei auch die Tatsache, dass der für die Überdachung der
U6-Trasse engagierte Architekt bereits bei der Grazer Murinsel
komplett versagt habe. Auf Grund der massiven Fehlplanung muss die
Insel immer wieder evakuiert werden, sobald es etwas mehr regnet und
der Wasserpegel der Mur steigt. Sündteure Feuerwehreinsätze sind dort
an der Tagesordnung. Ausgerechnet diesen Architekten beauftragt die
Stadt Wien jetzt mit einem Monsterprestigeprojekt, das keiner
braucht, beanstandet Belakowitsch-Jenewein weiter.
Schlussendlich stelle sich auch die Frage, wer das denn bezahlen
werde. Zwar hofft Bezirksvorsteher Prokop, der sich das Projekt ja
selbst auch gerne an die Brust heften wolle, auf eine EU-Förderung.
Wenn dies allerdings nicht der Fall ist, werde wieder großzügig in
den Steuertopf gegriffen. Allein die Überbauung zwischen Burggasse
und Neustiftgasse werde etwa 2 Millionen Euro kosten, Begrünung und
andere Extras nicht eingerechnet. Zudem wissen die Wiener nach den
zahlreichen Fiaskos, von AKH über Pratervorplatz bis Skylink und Co.
genau, was sie von den Kostenplanungen der Stadt Wien zu halten
haben. Wohnhäuser verfallen, Menschen müssen in schimmeligen
Wohnungen ausharren, aber Schicker, Prokop und Co. denken einzig
daran, wie sie sich am besten selbst darstellen. Eine Verhöhnung der
Menschen die Ihresgleichen suche, schließt Belakowitsch-Jenewein.
(Schluss) hn
Rückfragehinweis:
Klub der Freiheitlichen, Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798
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